• Beim Betreten des Tokyo Skytree Town Campus wird man von einem lebensgroßen Model des „Valkyrie VF-25“ aus der Anime-Serie „Macross“ begrüßt. Dabei handelt es sich um einen fiktiven Roboter, der zwischen humanoider Gestalt und Kampfjet hin und herwechseln kann. „Macross“ ist eine Animeserie aus dem Jahr 1982 und entwickelte sich parallel zu „Transformers“, die 1984 das Licht der Welt erblickten. Die „Transfomers“ sind tatsächlich Resultat der Zusammenarbeit japanischer und amerikanischer Spielzeugunternehmen und einige der Robotermodelle sind direkte Kopien aus der Serie „Macross“. Geistiger Vorfahre jedoch war „Gundam“ von 1979. Welcher genaue Zusammenhang zwischen diesen drei IPs existiert, konnte ich weiterlesen… “Tokyo Skytree Town Campus”


  • Der Meiji-Schrein ist dem 122. Tenno von Japan gewidmet. Dieser hatte zwar auch einen Eigennamen, bzw. Vornamen, nämlich Mutsuhito (睦仁), aber heute wird er gemäß seiner Regierungsdevise Meiji-Tenno genannt. Er lebte von 1852 bis 1912 und unter seiner Herrschaft fand die grundlegende Modernisierung Japans statt, die auch unter dem Begriff „Meiji-Restauration“ in die Geschichte einging. Meiji (明治) setzt sich aus den Kanji bzw. chinesischen Schriftzeichen 明 für hell, aufgeklärt und 治 Regierung, Herrschaft zusammen.

    Geht man durch den Haupteingang des Parkes, der zum Schrein führt, schreitet man unter Japans größtem hölzernen Torii-Tor (jap.: 鳥居) hindurch. Diese Eingangstore symbolisieren den Übergang weiterlesen… “Der Meiji-Schrein”


  • Der Ueno Park nördlich des Stadtzentrums von Tokyo gilt als kultureller Dreh- und Angelpunkt der Stadt. Nicht nur befindet sich dort das Japanische Ntionalmuseum, sondern auch das Museum für westliche Kunst (in einem von LeCorbusier entworfenen Sichtbetonbunker), eine Konzerthalle und mehrere Tempel und Schreine. Unter anderen lässt sich auch der Shinto Schrein zu Ehren des dritten Reichseinigers Tokugawa Ieyasu (1542–1616) dort besichtigen.

    Warum gleich drei Reichseiniger? Das ganze 16. Jahrhundert hindurch versank Japan im Chaos und verschiedene Feldherren führten zahlreiche Kriege, ohne sich dauerhaft an der Macht halten zu können. In Anlehnung an die frühe Geschichte Chinas, spricht man von weiterlesen… “Ueno Park”


  • Der im Jahr 1645 errichtete Sensoji-Tempel gilt als Tokyos ältester und bedeutendster Tempel. Außerdem gehört er zu den beliebtesten Touristenzielen Tokyos und zu den meist besuchten religiösen Stätten der Welt. Dementsprechend voll ist es auch gewesen. Der Tempel geht auf drei Fischer zurück, die im Jahr 628 eine Statue des Buddhas der Barmherzigkeit, Guanyin (jap.: Kannon) in ihrem Netz gefunden haben sollen.

    Seitdem hat der Tempel eine wechselhafte Geschichte durchgemacht. Zwar wurde er unter dem Tokugawa Shogunat gefördert, doch brannte er 1642 vollständig ab. Anschließend wurde er neu aufgebaut, aber beim großen Kanto-Erdbeben 1923 wurde er erneut zerstört. Nach dem weiterlesen… “Der Sensoji-Tempel”


  • Betritt man das Japanische Nationalmuseum in Tokyo, um die Dauerausstellung im Erdgeschoss zu genießen, wird man mit zwei furchteinflößenden Nio-Statuen konfrontiert. Ursprünglich bewachten diese Beschützer des Buddha die Tore eines Tempels in Kyoto, doch als die Erde mit unbändigem Zorn zu beben begann, waren auch diese Schutzgötter machtlos. Als der Tempel zusammenstürzte, wurden sie unter seinen Trümmern begraben. Erst Jahrzehnte später gelang die Rekonstruktion der zwei monumentalen Statuen.

    Der rechte Krieger heißt Guhyapāda, sein Mund steht offen, bereit für eine kräftigen Schrei „Ahh!“, oder eben „a“ der erste Buchstabe im Sanskrit. Der linke Krieger wird Nārāyaṇa genannt und hält seinen weiterlesen… “Tokyo Nationalmuseum”


  • Nur einen Katzensprung von Hong Kong entfernt liegt das Las Vegas Ostasiens, die ehemalige portugiesische Kolonie Macau. An dieser Stelle begegnet uns erneut die Meeresgöttin Mazu (媽祖), denn der Name „Macau“ leitet sich von der „Himmelskönigin“ ab. Als die ersten Portugiesen Anfang des 16. Jahrhunderts an der Küste anlegten und die Einheimischen nach dem Namen dieses Landstrichs fragten, antworteten diese „Ma Kok“ (媽閣). Das war eigentlich die Bezeichnung für den großen Mazu-Tempel, der dort 1488 erbaut wurde und bis heute genutzt wird. Aus „Ma Kok“ wurde dann mit portugiesischer Aussprache im Laufe der Zeit „Macau“. Im Chinesischen dagegen nennt sich weiterlesen… “Macau- Das Las Vegas Ostasiens”


  • Dieses berühmte Teegedicht stammt von dem tangzeitlichen Poeten Yuan Zhen (元稹), der von 779 bis 831 lebte. Das Schriftbild des Gedichts ähnelt dabei einer Pagode, mit jedem Vers wird es um ein Schriftzeichen und damit einer Silbe länger. Bei meiner Übersetzung habe ich versucht den Effekt dadurch nachzustellen, dass mit jeder Zeile die Anzahl der Worte zunimmt.

    Das erinnert an die „konkrete Poesie“, bei der die Schrift selbst zum Thema wird. Ein berühmtes Beispiel hierfür, wäre das Gedicht „Apfel“ von Rainhard Döhl, welches eben aussieht wie ein Apfel. In einem wesentlichen Aspekt unterscheidet sich das Teegedicht aber von der „konkreten weiterlesen… “Tee von Yuan Zhen”

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  • Inmitten des Bankenviertels, zwischen hoch aufragenden Wolkenkratzern, befindet sich eine Oase der Ruhe, ein Erholungsort für gestresste Großstädter, ein Kleinod für überforderte Touristen, der Hong Kong Park. Wo sich früher eine Garnison der britischen Streitkräfte befand, sonnen sich heute die Schildkröten auf den Steinen entlang des Sees. Der ehemalige Sitz des Oberbefehlshabers der Streitkräfte ist bis heute erhalten geblieben. Jedoch beheimatet das 1846 erbaute, sogenannte „Flagstaff House“ heute ein Teemuseum.

    Die Dauerausstellung des Museums zeigt die Geschichte des Tees in China von der Tang- über die Ming-bis hin zur Qing-Dynastie, also grob von 617 bis ins frühe 20. Jahrhundert. Die weiterlesen… “Teemuseum im Flagstaff House”


  • Die Gedächtnisstätte zur Erinnerung an den Weißen Terror auf der Grünen Insel (Báisè Kǒngbù Lǜdǎo Jìniàn Yuánqū 白色恐怖綠島紀念園區) gedenkt den Opfern der politischen Verfolgung unter der Alleinherrschaft der Kuomintang während des 38 Jahre andauernden Kriegsrecht zwischen 1949 und 1987. Die Opferzahl wird auf 10.000 bis 30.000 geschätzt, aber bis heute liegen keine gesicherten Daten vor. Unter dem Vorwand Kommunisten zu verfolgen, wurden hauptsächlich junge Leute auch auf bloßen Verdacht hin, festgenommen und über Jahre hinweg eingesperrt. Regimekritiker jeglicher Couleur wurden verfolgt und hart bestraft. Während auf der Hautpinsel Taiwans auch reguläre Gefängnisse existierten, wurden die, aufgrund politischer Vergehen Verurteilten, allesamt weiterlesen… “Erinnerungen an den Weißen Terror”


  • In der unmittelbaren Nachbarschaft von Kunstmuseum und Bruce Lee Statue befindet sich das Peninsula Hotel, welches 1928 eröffnet wurde und bis heute seinen kolonialen Charme nicht verloren hat. Neben illustren Gästen wie Charlie Chaplin, Elisabeth Taylor oder Arthur C. Clarke war das Hotel auch jener Ort, an dem die Briten 1941 vor den Japanern kapitulierten und die Kronkolonie übergaben. Außerdem ist das Peninsula dafür bekannt einen erstklassigen British Afternoon Tea zu servieren und das wollte ich mir nicht entgehen lassen.

    Als mit der industriellen Revolution und der künstlichen Beleuchtung die Arbeitszeiten immer länger wurden, verschob sich im Vereinigten Königreich auch weiterlesen… “Hong Kong Peninsula”