• Endlich Semesterferien und Zeit in Erinnerungen zu schwelgen während man daran verzweifelt ältere Fotos auf dem Computer zu sichern! Vor kurzem ging es nämlich mit einer kleinen Propellermaschine nach Lüdao (綠島), was so viel heißt wie „Die Grüne Insel“. Der Ort macht seinem Namen alle Ehre! Ungefähr 33km entfernt von der Hauptinsel in südöstlicher Richtung, liegt dieses Kleinod der unberührten Natur.

    Von Taitung aus dauert es ca. eine halbe Stunde mit dem Schnellboot, um die Grüne Insel zu erreichen. Dort befindet sich u.A. ein Leuchtturm, der 1940 als eine Spende der USA gebaut wurde, nachdem in der Gegend regelmäßig Schiffe weiterlesen… “Die Gefangeneninsel Lüdao (綠島)”

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  • Der Sonne-Mond See (Rìyuètán 日月潭) liegt mitten in Taiwan und ist der größte See der Insel. Die ganze Gegend ist nicht ans Schienennetz angeschlossen und auch ansonsten recht verschlafen. Als wir mit einem kleinen Reisebus in Shuishe, dem Hauptverkehrsknotenpunkt am See, ankamen, stellten wir fest, dass man das malerische Dörfchen in zehn Minuten fast vollständig auskundschaften konnte. Hauptattraktion ist die 1971 errichtete Jesus Kirche (Yesutang 耶穌堂) in der der gläubige Christ Chiang Kai-shek bei seinen Ferienaufenthalten an der Messe teilgenommen haben soll. 

    Unser Hotel lag aber auf der gegenüberliegenden Seite des Sees, in einem Städtchen mit dem Namen Ita Thao. weiterlesen… “Der Sonne-Mond See (Rìyuètán 日月潭)”


  • Am Südufer des Sonne-Mond Sees liegt außerdem ein buddhistischer Tempel, der dem Mönch Xuanzang (玄奘) gewidmet ist. Der Tempel wurde 1996 erbaut und beherbergt eine wichtige Reliquie, nämlich ein Stück vom Schädelknochen des ehrwürdigen Mönchs. 

    Xuanzang ist im 7. Jahrhundert u.Z. von China aus, entlang der Seidenstraße nach Indien gewandert, um buddhistische Schriften zu finden und in das Reich der Mitte zu bringen. Auf seiner ca. 15 Jahre andauernden Reise, sammelte er hunderte von Texten, die er den Rest seines Lebens teilweise übersetzte. Das machte ihn zu einem der einflussreichsten Mönche des chinesischen Buddhismus.

    Sein Ruhm wurde dadurch noch gesteigert, weiterlesen… “Der Tempel am Sonne Mond See”


  • Margaret Atwood- Der Report der Magd

    Das Semester neigt sich dem Ende zu und so hatte ich endlich mal wieder etwas mehr Zeit, um einen guten Roman zu lesen.

    Nach einer nicht näher erklärten nukleare Katastrophe ist die Erdatmosphäre mit Giftmüll verseucht, wodurch ein Großteil der Menschheit unfruchtbar geworden ist. Um den Fortbestand der Spezies sicherzustellen werden die wenigen verbliebenden gebärfähigen Frauen, die sogenannten „Mägde“, wie Sexsklavinnen behandelt. In dem dystopischen Roman „The Handmaid’s Tale“ von Margaret Atwood wird der triste Alltag von Desfred beschrieben, die in Bangor (Maine) unter einem fundamentalchristlichen Regime ihr freudloses Dasein als Gebärmaschine fristet. Die Gesellschaft dieses fiktiven Staates mit dem weiterlesen… “Margaret Atwood- Der Report der Magd”


  • Heute ist der 5. Tag des 5. Monats im traditionellen chinesischen Kalender und damit Drachenbootfest (Duānwǔjié 端午節). Das Fest geht auf die Legende zurück, dass ein Dichter aus der Zeit der Streitenden Reiche (zwischen 475 v. Chr. und 221 v. Chr.) Qu Yuan sich, weil sein Genius nicht erkannt wurde, in einem Fluss ertränkte. Die Leute versuchten ihn noch im letzten Moment mit ihren Booten zu retten, doch kamen zu spät. Heute werden zu dem Fest überall im chinesischen Kulturraum Drachenbootrennen veranstaltet. 

    Tatsächlich handelt sich bei dem Drachenbootrennen heute um einen internationalen Wettkampfsport, der in über 40 Ländern verbreitet ist. weiterlesen… “Drachenbootfest (Duānwǔjié 端午節)”

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  • Louise Bourgeoise wurde 1911 in Paris geboren. Ihre Mutter starb früh und von ihrem Vater fühlte sie sich entfremdet. Früh hatte sie mit psychischen Problemen zu kämpfen aber zum Glück gelang es ihr den zweiten Weltkrieg unbeschadet zu überstehen, da sie schon 1938 nach New York auswanderte. 

    Obwohl Bourgeoises Kunst in den USA schon in den 40iger Jahren ausgestellt wurde, gelang ihr der Durchbruch erst in den 80iger Jahren. Tatsächlich war sie bereits 78 Jahren alt, als ihr zum ersten Mal eine Ausstellung in Europa gewidmet wurde. Meinen ersten Kontakt zu dieser Künstlerin hatte ich wahrscheinlich 2003, beim Besuch des weiterlesen… “Louise Bourgeoise im Fubon Art Museum, Taipei”

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  • Ahmad Milad Karimi- Gott 2.0

    Der Islamwissenschaftler und Religionsphilosoph Ahmad Milad Karimi stellt hier die Frage, inwiefern das Mensch-Maschine-Verhältnis den Gottesbezug des Menschen beeinflusst und inwieweit wir mit der KI-Entwicklung daran arbeiten einen neuen Gott 2.0 zu erschaffen. Karimi kritisiert das trans- und posthumanistische Ziel den Menschen mithilfe von Technologie zu perfektionieren oder gar zu überwinden und charakterisiert es als anti-humanistisch.

    Der programmierten Perfektion des homo digitalis, stellt er den homo poeticus gegenüber, mit all seinen Macken, Einschränkungen und Unzulänglichkeiten. Dabei lobt Karimi die Fehlbarkeit des Menschen als charakteristische, wichtige und wertzuschätzende Eigenschaft, denn “Fehlbarkeit gibt Raum für Kreativität, Fragmentierung und Unvollkommenheit.” (S. 11) Eine weiterlesen… “Ahmad Milad Karimi- Gott 2.0”


  • Das Museum der Weltreligionen in Neu-Taipei wurde 2001 von dem buddhistischen Mönch Hsin Dao (心道) gegründet. Von außen ist das Gebäude ziemlich unscheinbar, tatsächlich bin ich mit dem Fahrrad erstmal daran vorbeigefahren, bevor ich es dann endlich gefunden habe. Im Erdgeschoss befindet sich nur ein kleiner Ticketschalter, aber für das Museum geht es in den siebten Stock. 

    Dort tut sich einem eine neue Welt auf! In der Haupthalle befinden sich in zahlreichen Vitrinen typische Gegenständer verschiedener Religionen. Zum Beispiel ein Triptychon für das Christentum, Statuen für Buddhismus und Hinduismus, Kalligrafie für den Islam, etc. Auch längst vergangene Glaubensrichtungen, wie der weiterlesen… “Das Museum der Weltreligionen”


  • Jiufen (九份) im Norden Taiwans zeichnet sich durch seine engen Gässchen und altmodischen Teestuben aus. Während der Qing Dynastie lag das Städtchen noch so abgelegen, dass gerade mal neun (Jiu 九) Familien darin wohnten. Keine Straße führte zu dem Ort, sodass man es nur per Schiff erreichen konnte. Jedes Mal, wenn ein Handelsschiff anlegte, bestellten die Familien neun Päckchen bzw. Portionen (fen 份). So soll der Name der Stadt zustande gekommen sein.

    Für lange Zeit galt die Stadt als Vorbild für den japanischen Anime „Spirited Away“ bzw. „Chihiros Reise ins Zauberland“ von Studio Ghibli, der Zeichner Hayao Miyazaki stritt dies weiterlesen… “Jiufen (九份)”

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  • Letztes Wochenende haben wir den Geburtstag der Göttin Mazu (媽祖) gefeiert. Dazu sind wir zum Chaotian-Tempel (朝天宮) in Beigang, im Herzen Taiwans, gefahren. Es war voll, es war laut, es wurde getanzt bei knallenden Feuerwerkskörpern. Ein buddhistischer Rave, der an die Love Parade erinnert, alles zu Ehren der Ahnenmutter. 

    Mazu, deren Name so viel bedeutet wie die Ahnenmutter, trägt auch den Titel tianhou (天后) die Himmelskaiserin. Sie gehört zu den am weitesten verehrten Götterfiguren in der Region und wird häufig von zwei Generälen begleitet, die sie beschützen sollen. Qianli yan (der dessen Augen tausend Meilen weit sehen) und Shunfeng er weiterlesen… “Mazus (媽祖) Geburtstagsfeier am Chaotian-Tempel (朝天宮)”

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