• Geleitwort (xùwén 序文)

    Chinosophie versucht den Brückenschlag zwischen den Weisheitslehren des alten China und den Gedankengebäuden der westlichen Philosophie. Der thematische Umfang ist bewusst weit gewählt und umfasst Übersetzungen antiker Texte, aktuelle Bücher, Brett- und Kartenspiele, sowie politische Betrachtungen und alltägliche Reflexionen.

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    Auf jeden Fall wünsche ich viel Spaß beim Lesen…


  • Der Detektiv Rick Deckard, ein sogenannter Blade Runner, jagt Androiden, die ursprünglich für den Weltraumeinsatz konzipiert wurden und die sich jetzt illegal auf der Erde versteckt halten. Die Androiden gleichen dem Menschen so haargenau, dass nur ein spezieller Empathie-Test eine zweifellose Identifizierung ermöglicht. Die neuesten Nexus 6 Modelle sind jedoch so intelligent, dass ihre Erfassung eine besondere Herausforderung darstellt.

    Die zentrale Frage in „Do Androids Dream of Electric Sheep“ oder auch „Blade Runner“, wie das Buch seit seiner Verfilmung 1982 oft genannt wird, besteht im Unterschied zwischen Menschen und Robotern bzw. Androiden oder Replikanten. Film und Buch gehen diese Frage weiterlesen… “Philip K. Dick- Do Anroids Dream of Electric Sheep”


  • Der Wuyishan (武夷山) bzw. das Wuyi-Gebirge liegt eine ca. dreistündige Zugfahrt von Xiamen entfernt und ist seit jeher für seinen exquisiten Tee berühmt. Noch bevor wir überhaupt in unsere Zimmer kamen, wurde uns im Hotel bereits eine kurze Teezeremonie angeboten. Dann haben wir uns zu dem nahegelegenen Naturschutzpark aufgemacht. Die fantastische Landschaft hat im Laufe der Jahrhunderte viele Gelehrte in den Bann gezogen. So hat sich auch der berühmte Vertreter des Songzeitlichen Neo-Konfuzianismus, Zhu Xi lange Zeit dort aufgehalten. Tatsächlich ist sogar ein Gedicht von ihm überliefert in dem er den Fluss besingt, der durch das Tal des Gebirges führt. weiterlesen… “Wuyishan (武夷山)”

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  • Gleich nach unserer Ankunft in Xiamen, der Hauptstadt der Provinz Fujian, spazierten wir über den malerischen Campus der Universität. Vor dem imposanten Hauptgebäude befand sich ein stimmungsvoll angelegter Teich und darin schwammen fröhlich zwei schwarze Schwäne. Ursprünglich ist der Schwarzschwan in Australien und Neuseeland verbreitet und war daher lange Zeit in Europa komplett unbekannt. Weil man ausschließlich weise Schwäne kannte, stellte die Entdeckung schwarzer Schwäne eine große Überraschung dar. Daher stammt das Bild vom „schwarzen Schwan“ als völlig unerwartetes Ereignis.

    Ein solch unerwartetes Ereignis war wohl der Auftritt Lu Xuns (魯迅) auf der Bühne der chinesischen Literatur. Der Autor des weiterlesen… “Lu Xun in Xiamen”


  • An ihrem 26. Geburtstag im Jahr 1976 wird der jungen Schwarzen Dana Franklin plötzlich schwindlig und mit einem Schlag findet sie sich am Ufer eines Flusses wieder in dem gerade ein rothaariger Junge am Ertrinken ist. Sie rettet den Kleinen, erfährt noch, dass er Rufus heißt und wird geschwind in ihre Wohnung zurückkatapultiert.

    Außerstande diese Sprünge zu kontrollieren, dauert es nicht lange bis sie sich nach einem Schwindelanfall erneut in einer anderen Welt wiederfindet. Dieses Mal steckt der junge Rufus gerade die Vorhänge seines völlig antiquiert wirkenden Kinderzimmers in Brand. Dana löscht die Vorhänge und findet heraus, dass sie in weiterlesen… “Octavia E. Butler- Kindred”


  • „Die einfachen Themen der chinesischen Schnitte, die nur wie im Flüsterton, nur in Andeutungen zu uns sprechen: diese Blüten und Früchte, Stauden, Steine und Gräser verlangen eine liebevoll gesammelte Betrachtung, ein empfindliches Auge und einläßliches Studium.“

    (Emil Preetorius- Chinesische Holzschnitte, 1958, S. 33)

    An vielen Stellen liest man dem Geleitwort dieses Buches an, dass es aus der Mitte der 50iger Jahre stammt. Sein Editor Emil Preetorius beginnt darin die Vorteile des chinesischen Kunstdrucks zu loben, an dem man die „Triebart und Triebrichtung einer nationalen Kunst“ sehr viel besser erkennen könne als an den herausragenden Einzelschöpfungen japanischer Meister
    Der Grafiker, Kunstsammler weiterlesen… “Luo Ye- Die Hahnekammblume”


  • Aktuell widmet sich das Landesmuseum Rheinland-Pfalz einem der Stars der stoischen Schule, dem „Kaiser, Feldherr, Philosoph“ Marc Aurel.

    Marc Aurel war von 161 bis 180 n.Chr. Kaiser des Römischen Reichs. Schon früh zeigte er Interesse an Philosophie und als Kronprinzen wurde ihm auch die beste Ausbildung zu Teil. So kam er früh mit dem Denken der Stoiker in Berührung, einer ursprünglich aus Griechenland stammenden Lehre, die Selbstbeherrschung, Vernunft und innere Ruhe ins Zentrum ihrer Überlegungen stellt.
    Die Regierungszeit Marc Aurels verlief jedoch alles andere als ruhig. Sie war geprägt von Grenzkriegen an der Donau, Aufständen im Osten des Reichs und weiterlesen… “Marc Aurel Ausstellung im Landesmuseum RLP”


  • Zum Beispiel wäre da der Ta Keo-Tempel östlich des Bayon, der über hundert Jahre vor Angkor Wat errichtet wurde und bei dem es sich um den ersten Tempel der Khmer handelt, der komplett aus Sandstein besteht. Obwohl er nie ganz fertiggestellt wurde, kann man am Ta Keo-Tempel die Eckpunkte der Sakralarchitektur der alten Khmer sehr gut erkennen. Wieder handelt es sich um eine mehrstöckige Tempelpyramide mit mehreren Plattformen. Auf der obersten Ebene befinden sich außerdem zwei sogenannte „Bibliotheken“. Kleine vorgelagerte Gebäude, in denen möglicherweise die Schriften der Khmer aufbewahrt wurden, wobei man sich heute bzgl. deren Funktion nicht mehr einig weiterlesen… “Weitere Tempel in Angkor”


  • Der Ta Prohm Tempel wurde, genauso wie das Bayon, unter der Regentschaft von König Jayavarman VII erbaut. Als die Anlage Anfang des 13. Jahrhunderts fertiggestellt wurde, sollten mehr als zehntausend Mönche dort gelebt haben. Genauso wie die anderen Ruinen von Angkor war auch der Tempel umgeben von einer Siedlung aus Holzhäusern, die in dem tropischen Klima längst verrottet sind. Selbst die mächtigsten Fürsten des Khmer-Reichs lebten in Häusern aus Holz, da Steinbauten allein den Göttern vorbehalten war.

    Als unter der französischen Kolonialherrschaft die ersten Ausgrabungen in Angkor begannen, stellte man sich die Frage, inwiefern man die Tempel restaurieren sollte oder weiterlesen… “Der Ta Prohm Tempel”


  • Die Tempelanlage von Bayon liegt nördlich von Angkor Wat und ist für ihre imposanten Türme mit meterhohen eingemeißelten Gesichtern berühmt. Wem dieses friedlich dreinblickende Gesicht gehört, ist bis heute Gegenstand wissenschaftlicher Debatten.

    König Jayavarman VII ließ den Tempel um das Jahr 1200 herum erbauen. Man geht daher davon aus, dass die Gesichter seine Züge tragen. Man weiß aber auch, dass die Gesichter entweder Brahma darstellen sollen. Dafür spricht, dass es meistens vier Gesichter an einem Turm gibt und Brahma oft als viergesichtig dargestellt wird. Andererseits gibt es aber auch Stimmen, die behaupten, dass das Gesicht dem Bodhisattva Lokeshvara gehört (auch weiterlesen… “Die Tempelanlage von Bayon”


  • Angkor Wat ist der größte Tempel der Welt. Der Gottheit Vishnu gewidmet, liegt der Tempelkomplex im Zentrum der zerfallenen Hauptstadt des untergegangenen Khmer-Reichs. Schon ein kurzer Blick auf Google Maps genügt, um den symmetrischen Aufbau der Anlage zu erkennen, genauso wie deren Orientierung an den Himmelsrichtungen.

    Angkor Wat hat eine rechteckige Grundstruktur und wird umgeben von einer 1,5km x 1,3km langen Mauer sowie einem 190m breiten Graben. Auf zwei Brücken im Osten und Westen gelangt man in das Heiligtum, wobei die Aufnahme hier (Bild 1 und 2) vom sehr viel prachtvollerem Osttor stammt. Außerdem bekommt man hier zwei Nagas, Schlangenwesen weiterlesen… “Angkor Wat”