Folgt man dem „Buch der Wandlungen“ (Yijing 易經) in der Annahme, dass die Welt sich im stetigen Wandel befindet, dann ist jeder Moment in dem Sinne neu, dass er sich vom vorherigen unterscheidet. Aber der Wandel folgt den Gesetzmäßigkeiten, die mit den 64 Hexagrammen beschrieben werden. Für das radikal Neue, verstanden als das noch nie vorher Dagewesene, steht im Denken des klassischen China, nur ein eingeschränkter Raum zur Verfügung. Welche Wandlungsform die Welt auch immer annehmen sollte, sie bleibt im Rahmen der Beschreibungskraft des Yijing.
Nun versichert uns das „Große Lernen“ (Daxue 大學), dass alle Angelegenheiten einen Anfang weiterlesen… “Über Anfänge und das Neue”










