• Fröhliches Drachenbootfest! 端午節快乐!

    Traditionellerweise werden in China heute sogenannte Zongzi (粽子) gegessen. Das sind mit Blättern umwickelte Klebreiskuchen mit verschiedenen Füllungen. Diese Tradition geht auf den wehleidigen, aber berühmten Poeten Qu Yuan (340-278 v.u.Z.) zurück, der als Verfasser des berühmtesten Gedichts in der Sammlung der Lieder des Südstaats Chu (Chu ci 楚辭) gilt. In diesem klagt er sein Leid, da er vom Königshof verbannt wurde und als unbekannter Gelehrter ein verarmtes Dasein fristen musste.

    Zum Schluss setzte er seinem Leben ein Ende, indem er sich in einem Fluss ertränkte. Seine Anhänger sollen daraufhin Zongzi in ebenjenen Fluss geworfen haben, um zu verhindern, dass weiterlesen… “Fröhliches Drachenbootfest! 端午節快乐!”


  • „Der chinesische Paravent“ von Nicola Kuhn

    In „Der chinesische Paravent“ erzählt die Autorin Nicola Kuhn die Geschichte von elf Objekten, die in engem Verhältnis zur deutschen Kolonialgeschichte. Heute befinden sich die Artefakte größtenteils im Privatbesitz der Erben, die sich die Frage stellen, wie man mit der gewalttätigen Vergangenheit ihrer Vorfahren umgehen soll.

    Neben dem titelgebenden chinesischen Paravent, der wahrscheinlich während des Boxeraufstands aus dem kaiserlichen Palast gestohlen wurde, gibt es auch ein Kapitel über eine Trommel aus Papua-Neuguinea, Pfeil und Bogen aus Deutsch-Südwestafrika oder ein Teeservice aus Qingdao.

    Problematisch ist, dass eine moralische Beurteilung der verschiedenen Umgangsformen mit dem kolonialen Erbe nur zwischen den Zeilen stattfindet, weiterlesen… “„Der chinesische Paravent“ von Nicola Kuhn”


  • „Weltensammler“ von Ilija Trojanow

    Im „Weltensammler“ von Ilija Trojanow begleiten wir den britischen Kolonialbeamten Richard Francis Burton (1821–1890) durch drei verschiedene Stationen seines Lebens:

    Zunächst begeben wir uns nach Indien, wo sich Burton Hals über Kopf in das Erlernen des Hindi, Arabischen aber auch des Sanskrits stürzt. Später wird er das Kamasutra ins Englische übersetzen und dementsprechend wird hier auch von den praktischen Übungen berichtet, die für das Verständnis dieses alten Textes notwendig waren.

    Im zweiten Teil begleiten wir Burton auf seiner waghalsigen Pilgerfahrt nach Mekka, wo er sich verkleidet als indischer Moslem durch die Wüste schlägt. Dies gelingt ihm so gut, dass er weiterlesen… “„Weltensammler“ von Ilija Trojanow”


  • Pyramiden von Gizeh und das Ägyptische Museum

    Um 2:00 Uhr nachts klingelte der Wecker und los ging die Reise nach Kairo. Als wir dann endlich die Pyramiden erreichten, war es gerade morgens halb acht. Trotz dem Sonnenschein war noch überraschen kühl und selbst die vielen Verkäufer von Nippes und Mitbringsel, rund um die Pyramiden schienen noch halb verschlafen und ließen uns in Ruhe. So konnten wir uns ungestört den Grabräubereingang zu der Cheops-Pyramide anschauen.

    Neben den drei großen Pharaonen-Pyramiden befinden sich auf dem Gelände auch noch drei weitere, kleinere Pyramiden für die Königinnen. Eine dieser Pyramiden haben wir dann auch besucht, und zwar die Grabstätte von Hetepheres weiterlesen… “Pyramiden von Gizeh und das Ägyptische Museum”


  • Senet am Pool auf Rosengranit

    Senet ist ein altägyptisches Brettspiel, welches von 3000 v.u.Z. bis ca. 300 u.Z. gespielt wurde. Auch in Tutanchamuns Grab fand man eine prachtvolle Ausgabe aus Halbedelsteinen, die wir später im Ägyptischen Nationalmuseum in Kairo besichtigen konnten, aus dem auch die hier abgebildete Ausgabe des Spiels stammt.

    Das Spiel ist mit dem heutigen Mensch-ärgere-dich-nicht verwandt. Es besteht aus einem Brett mit dreißig Feldern, die in drei Reihen zu zehn Feldern angeordnet sind. Zwei Spieler bewegen abwechselnd ihre Spielsteine schlangenförmig über das Brett. Eingesetzt wird ein Stein oben links und unten rechts ist der Ausgang. Statt eines Würfels werden fünf Stäbchen geworfen, weiterlesen… “Senet am Pool auf Rosengranit”


  • Luxor

    In Herrgottsfrühe riss uns der Wecker aus dem Schlaf und bevor wir richtig wach werden konnten, saßen wir auch schon in einem Reisebus nach Luxor. Von dem, am Roten Meer gelegenen, Küstenstädtchen Hurghada ging es durch die Wüste bis zur Hauptstadt Oberägyptens Qena und von dort aus, entlang des blumengesäumten Nilufers, bis nach Luxor.

    Erster Halt war der Karnak-Tempel, dessen älteste Baureste aus dem zweiten Jahrtausend v.Chr. stammen und der bis in die Römerzeit weiter ausgebaut wurde. Nach den beeindruckenden Pylonen betritt man eine gigantische Säulenhalle, die in das innere des Tempels führt. Hier wurde dem altägyptischen Gott Amun-Re geopfert. weiterlesen… “Luxor”


  • 1. Stuttgarter Buchmesse

    Mit etwas Verzögerung möchte ich von der 1. Stuttgarter Buchmesse berichten, die am 9. März 2024 in Fellbach und nicht in Stuttgart stattgefunden hat. Als gebürtiger Fellbacher war es für mich also nur ein Katzensprung bis zur Schwabenlandhalle.

    Bis 18:00 Uhr hatten die Tore geöffnet und zum Glück sind wir erst am Spätnachmittag angekommen. Die Messe war nämlich immer noch gut besucht und mir wurde erzählt, dass es vormittags brechend voll gewesen sein muss. Kaum war ich angekommen, habe ich auch schon alte Bekannte und Freunde wieder getroffen. Ein Stand reihte sich an den anderen, Lesungen, Autogramme, es gab viel weiterlesen… “1. Stuttgarter Buchmesse”


  • Quantentträume

    „Quantentträume“ ist eine Sammlung von 15 Science-Fiction Kurzgeschichten von verschiedenen chinesischen Autoren. Zwar ist im Untertitel des Buchs von künstlicher Intelligenz in China die Rede, aber letztendlich ist das nur ein Thema unter vielen, welche in dem Buch behandelt werden.

    In „Hotel Titania“ von Luo Longxiang geht es z.B. um eine Raumstation auf dem Uranusmond Titania, die als Zwischenstation für die intergalaktische Weiterreise genutzt wird. Die Station wird aber nicht durchgängig genutzt, sondern nur wenn die Planetenkonstellationen für die Reise günstig stehen. In einer mehrjährigen Betriebspause organisieren Roboter die Instandhaltung der Basis und versuchen eigenständig den Komfort ihres Hotels zu weiterlesen… “Quantentträume”


  • Das Karl-Marx Haus

    Während man sich als Tourist oft sofort auf die Sehenswürdigkeiten eines Reiseorts stürzt, vernachlässigt man die Museen vor der eigenen Tür manchmal ganz gerne.

    Nun habe ich es endlich auch mal in das Karl-Marx-Haus in Trier geschafft!

    1818 wurde Marx dort geboren und bis zu seinem Abitur lebte er zusammen mit seiner Familie auch in der Stadt. Die Ausstellung „Von Trier in die Welt“ zeigt die verschiedenen Lebensabschnitte von Marx in künstlerisch aufwendig gestalteten Räumen. Statt langweiliger Infotafeln, sind die Texte direkt auf die Wand gemalt.

    Das interessanteste Ausstellungsstück ist sicherlich Marx‘ Lesesessel. Auf dem Foto kann man nur schwer weiterlesen… “Das Karl-Marx Haus”


  • „Die Vollständige Bibliothek der Vier Schätze“- Siku Quanshu (四庫全書)

    „Die Vollständige Bibliothek der Vier Schätze“ oder Siku Quanshu (四庫全書) ist eine Sammlung von über dreitausend Büchern. Bei diesem ehrgeizigen Projekt veranlasste Kaiser Qianlong aus der Qing-Dynastie, dass ca. 360 Editoren die wichtigsten Texte des Reiches zusammenstellten. Zwischen 1773 und 1782 arbeiten außerdem über dreitausend Gelehrte daran, sieben handschriftliche Kopien anzufertigen, die in alle Himmelsrichtungen verteilt wurden. In seiner ursprünglichen Form war das Siku Quanshu dann auch so umfangreich, dass in der verbotenen Stadt ein eigenes Gebäude dafür vorgesehen war, um die Buchsammlung aufzubewahren.

    Die Kehrseite dieser Kulturförderung bestand darin, dass die Textauswahl alles andere als neutral war. Viele zentrale weiterlesen… “„Die Vollständige Bibliothek der Vier Schätze“- Siku Quanshu (四庫全書)”