• Erfahrungsfeld der Sinne Eins+Alle

    Gleich bei Welzheim liegt das „Erfahrungsfeld der Sinne Eins+Alles“.

    Dabei handelt es sich um einen kleinen Erlebnispark mitten im Wald, der von einer Behindertenwerkstatt betrieben wird. An verschiedenen Stationen kann man z.b. Musik machen, einen Barfußparkour absolvieren oder auch eine Kleinigkeit essen.

    Am besten haben mir aber die Schnitzereien gefallen. Gandhi war darunter, aber auch Martin Luther King und natürlich der gute alte Laozi.

    Auf dem ersten Bild ist rechts ein Schild zu sehen, auf dem ein Zitat aus dem Daodejing geschrieben steht:

    生之、畜之,生而不有,為而不恃,長而不宰,是謂玄德。(DDJ 10)

    „Hervorbringen und nähren, haben ohne zu besitzen, handeln ohne Erwartungen, führen ohne zu herrschen. Das

    weiterlesen… “Erfahrungsfeld der Sinne Eins+Alle”

  • Das Grab von Richard Wilhelm in Bad Boll

    Bei einem Kurzausflug nach Bad Boll haben wir das Grab eines der berühmtesten deutschen Sinologen besucht: Richard Wilhelm.


  • Teotihuacan und der Codex Mendoza

    Letzte Woche gab einen Kurzausflug in die phantastische Welt des historischen Mittelamerikas.

    Teotihuacan ist der Name einer mysteriösen Stadt nordöstlich von Mexiko City. Sie erlebte ihre Blütephase zwischen 100 und 650 n.Chr. und wurde plötzlich, aus bisher ungeklärten Gründen, ca. 750 n.Chr. verlassen. Die Sonnenpyramide in ihrem Zentrum, immerhin die drittgrößte Pyramide der Welt, lässt sich noch heute besichtigen.

    In dem gleichnamigen Brettspiel schlüpfen wir in die Rolle von mächtigen Aristokratenfamilien, die zu Ehren der Götter, ebenjene Pyramide bauen. Während wir versuchen uns gegenseitig auszustechen, gilt es aber das Gebäude in der Mitte gemeinsam zu errichten. Diese Mischung aus Wettbewerb weiterlesen… “Teotihuacan und der Codex Mendoza”


  • Magic Sokrates

    Sokrates ist jetzt eine Magic-Karte!

    Die legendäre Kreatur Sokrates hat das Stichwort „Defender“, was bedeutet, dass sie nicht angreifen, sondern nur verteidigen kann. Ein zurückhaltender, defensiver, überlegter Spielstil ist naheliegend.

    Als nächste Eigenschaft hat die Karte, dass Sokrates „hexproof“ also „fluchsicher“ ist, solange er nicht getappt wurde. Das macht ihn sehr widerstandsfähig, ähnlich wie eben der Bogle bzw. Schlüpfrige Butz aus dem vorherigen Post.

    Wie aber der gewaltlose, sokratische Dialog hier spielerisch umgesetzt wurde, ist besonders interessant. Indem er sich in das Gespräch begibt, wird Sokrates getappt und verliert damit seine Fluchsicherheit. Er macht sich selbst verwundbar, um einen Angriff weiterlesen… “Magic Sokrates”


  • „Moralspektakel“ von Philipp Hübl

    子曰:「鄉原,德之賊也。」(Lunyu, 17.13)

    „Jene ehrbaren Leute im Lande sind Räuber der Tugend“ (Wilhelm)

    Um mit Konfuzius‘ Worten zu sprechen, beschäftigt sich Philipp Hübl in diesem Buch mit den „Räubern der Tugend“, die zwar ein Moralspektakel aufführen, ohne sich aber um die Beseitigung echter Missstände zu kümmern. Stattdessen nutzen sie ihre moralischen Äußerungen in erster Linie zum Ausdruck von Status und Gruppenzugehörigkeit oder eben als Waffe, um Macht und Einfluss auszuüben.

    Hübl beschreibt den Übergang von einer Autoritätskultur, in der man großen Wert auf Stärke und Respekt legt, hin zu einer Autonomiekultur, bei der die Würde des Einzelnen im Zentrum steht. Heute weiterlesen… “„Moralspektakel“ von Philipp Hübl”


  • Fröhliches Drachenbootfest! 端午節快乐!

    Traditionellerweise werden in China heute sogenannte Zongzi (粽子) gegessen. Das sind mit Blättern umwickelte Klebreiskuchen mit verschiedenen Füllungen. Diese Tradition geht auf den wehleidigen, aber berühmten Poeten Qu Yuan (340-278 v.u.Z.) zurück, der als Verfasser des berühmtesten Gedichts in der Sammlung der Lieder des Südstaats Chu (Chu ci 楚辭) gilt. In diesem klagt er sein Leid, da er vom Königshof verbannt wurde und als unbekannter Gelehrter ein verarmtes Dasein fristen musste.

    Zum Schluss setzte er seinem Leben ein Ende, indem er sich in einem Fluss ertränkte. Seine Anhänger sollen daraufhin Zongzi in ebenjenen Fluss geworfen haben, um zu verhindern, dass weiterlesen… “Fröhliches Drachenbootfest! 端午節快乐!”


  • „Der chinesische Paravent“ von Nicola Kuhn

    In „Der chinesische Paravent“ erzählt die Autorin Nicola Kuhn die Geschichte von elf Objekten, die in engem Verhältnis zur deutschen Kolonialgeschichte. Heute befinden sich die Artefakte größtenteils im Privatbesitz der Erben, die sich die Frage stellen, wie man mit der gewalttätigen Vergangenheit ihrer Vorfahren umgehen soll.

    Neben dem titelgebenden chinesischen Paravent, der wahrscheinlich während des Boxeraufstands aus dem kaiserlichen Palast gestohlen wurde, gibt es auch ein Kapitel über eine Trommel aus Papua-Neuguinea, Pfeil und Bogen aus Deutsch-Südwestafrika oder ein Teeservice aus Qingdao.

    Problematisch ist, dass eine moralische Beurteilung der verschiedenen Umgangsformen mit dem kolonialen Erbe nur zwischen den Zeilen stattfindet, weiterlesen… “„Der chinesische Paravent“ von Nicola Kuhn”


  • „Weltensammler“ von Ilija Trojanow

    Im „Weltensammler“ von Ilija Trojanow begleiten wir den britischen Kolonialbeamten Richard Francis Burton (1821–1890) durch drei verschiedene Stationen seines Lebens:

    Zunächst begeben wir uns nach Indien, wo sich Burton Hals über Kopf in das Erlernen des Hindi, Arabischen aber auch des Sanskrits stürzt. Später wird er das Kamasutra ins Englische übersetzen und dementsprechend wird hier auch von den praktischen Übungen berichtet, die für das Verständnis dieses alten Textes notwendig waren.

    Im zweiten Teil begleiten wir Burton auf seiner waghalsigen Pilgerfahrt nach Mekka, wo er sich verkleidet als indischer Moslem durch die Wüste schlägt. Dies gelingt ihm so gut, dass er weiterlesen… “„Weltensammler“ von Ilija Trojanow”


  • Pyramiden von Gizeh und das Ägyptische Museum

    Um 2:00 Uhr nachts klingelte der Wecker und los ging die Reise nach Kairo. Als wir dann endlich die Pyramiden erreichten, war es gerade morgens halb acht. Trotz dem Sonnenschein war noch überraschen kühl und selbst die vielen Verkäufer von Nippes und Mitbringsel, rund um die Pyramiden schienen noch halb verschlafen und ließen uns in Ruhe. So konnten wir uns ungestört den Grabräubereingang zu der Cheops-Pyramide anschauen.

    Neben den drei großen Pharaonen-Pyramiden befinden sich auf dem Gelände auch noch drei weitere, kleinere Pyramiden für die Königinnen. Eine dieser Pyramiden haben wir dann auch besucht, und zwar die Grabstätte von Hetepheres weiterlesen… “Pyramiden von Gizeh und das Ägyptische Museum”


  • Senet am Pool auf Rosengranit

    Senet ist ein altägyptisches Brettspiel, welches von 3000 v.u.Z. bis ca. 300 u.Z. gespielt wurde. Auch in Tutanchamuns Grab fand man eine prachtvolle Ausgabe aus Halbedelsteinen, die wir später im Ägyptischen Nationalmuseum in Kairo besichtigen konnten, aus dem auch die hier abgebildete Ausgabe des Spiels stammt.

    Das Spiel ist mit dem heutigen Mensch-ärgere-dich-nicht verwandt. Es besteht aus einem Brett mit dreißig Feldern, die in drei Reihen zu zehn Feldern angeordnet sind. Zwei Spieler bewegen abwechselnd ihre Spielsteine schlangenförmig über das Brett. Eingesetzt wird ein Stein oben links und unten rechts ist der Ausgang. Statt eines Würfels werden fünf Stäbchen geworfen, weiterlesen… “Senet am Pool auf Rosengranit”