• Jianguo Blumenmarkt (Jiangguo Jiari Huashi 建國假日花市)

    Da nächsten Mittwoch, am 29.1. unserer Zeitmessung das Neujahr gemäß des (chinesischen) Mondkalenders gefeiert wird, war der Jianguo Wochenendmarkt (Jiangguo Jiari Huashi建國假日花市) heute rappelvoll. 

    Keine 20 Minuten mit dem Fahrrad von der Uni entfernt befindet sich unter einer Schnellstraße eine der größten Blumenmärkte der Stadt, quasi ein fernöstlicher Pflanzenkölle nur tropisch und besser. Orchideen, Bonsais, Sukkulenten, Kübel und natürlich Tischbrunnen allerlei Art gibt es dort zu haben. 

    Ein entspanntes Wochenendausflugziel…

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  • Kishu An- Wald der Literatur

    (Jizhouan Wenmingsenlin 紀州庵文學森林)

    1917, also während der Besatzung Taiwans errichtete eine japanische Kaufmannsfamilie dieses wunderschöne Gebäude. Sein Name Kishu An- Wald der Literatur (Jizhouan Wenmingsenlin 紀州庵文學森林) leitet sich von der historischen Provinz Kishu ab, die in der heutigen japanischen Präfektur Wakayama liegt. 

    Nachdem der Bau mehrmals niedergebrannt ist und wieder aufgebaut wurde, dient er heute als Naherholungs- und Veranstaltungsort. Sobald man sich seiner Schuhe entledigt hat, kann man auf Tatami-Matten in die Haupthalle schlendern und die japanische Innenraumgestaltung bestaunen. 

    Die aktuelle Ausstellung handelt von Künstlicher Intelligenz und Dichtkunst. Dabei wurden die Bilder von unterschiedlichen KIs entworfen, aber die Gedichte darunter weiterlesen… “Kishu An- Wald der Literatur”


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  • „Die Zähn‘ ein Kürbiskernbereich“(chi ru huxi 齒如瓠犀)

    Hier ist einer meiner Lieblingsstellen aus dem alten „Buch der Lieder“ (Shijing 詩經). Es entstand zwischen dem 10. und dem 7. Jahrhundert v. Chr. als der König, der Legende nach, seine Beamten aussendete, um aufzuzeichnen welche Lieder das Volk so singt. Sind es fröhliche Lieder, geht es den Leuten gut, haben sie aber den Blues, muss sich an der Politik etwas ändern. Leider sind die Melodien längst verloren gegangen, sodass heute nur noch die Lyrics überliefert sind.

    Das hier abgebildete Volkslied stammt aus dem Staate Wey im heutigen Henan und besingt die Schönheit der Gattin des Fürsten von Wey. Dabei weiterlesen… “„Die Zähn‘ ein Kürbiskernbereich“(chi ru huxi 齒如瓠犀)”


  • Das Taiwan-Nationalmuseum

    Gestern war ich im Taiwan-Nationalmuseum, welches sich Mitten im 228-Friedenspark befindet. Das Museumsgebäude wurde unter japanischer Herrschaft im europäischen Stil erbaut und umfasst heute zwei Dauerausstellungen zur Geschichte Taiwans und ein bis zwei wechselnde Sonderausstellungen.

    Letztere handelt aktuell von Kultur und Wissenschaft „singender“ Insekten, also z.B. von Grillen, Zikaden und Heuschrecken. Diese galten im alten China keineswegs nur als Schädlinge. Stattdessen hat man sie gehegt und gepflegt, ja sogar die anmutige Schönheit junger Prinzessinnen wurde im ältesten chinesischen Liederbuch (Shijing) mit ihnen verglichen (siehe separater Beitrag). Später hat man Grillen auch in Duellen gegeneinander antreten lassen und Wetten auf den weiterlesen… “Das Taiwan-Nationalmuseum”


  • Gestern war ich auf dem Sonic Shaman Music Festival, direkt neben dem Flughafen von Taipei.

    Am frühen Nachmittag startete ich mit einem Vortrag von Dankwart über seine ökoakustische Forschung. Der Luxemburger geht der Frage nach, inwiefern wir durch die Geräuschkulisse einer natürlichen Umgebung Rückschlüsse auf die dortige Biodiversität ziehen können. Natürlich ging es nicht nur um Vogelgezwitscher, sondern auch um Unterwasseraufnahmen und um in der Erde steckende Mikrofone, mit denen man die subtilen Klänge der Krabbeltiere erfassen kann.

    Weiter ging es mit einem Ambient-Drone-Set von Natasa Grujovic (Ziehharmonika) und Steve Moore (Posaune). Es war genial zwei so stark in der weiterlesen… “Sonic Shaman Festival 2024”


  • Die Gedächtnishalle Chiang Kai-sheks wirkt vielleicht als wäre sie ein Gebäude aus frühester Vorzeit, tatsächlich wurde sie aber erst 1980 fertiggestellt. Fünf Jahre nach dem Tod des Herrschers wollte man ihm damit ein Denkmal setzen.

    Obwohl Taiwan offiziell seit jeher eine Demokratie ist, galt das 1949 erlassene Kriegsrecht ununterbrochen für 38 Jahre. Direkt über dem Kopf der Bronzestatue Chiang Kai-sheks steht dementsprechend auch minzhu 民主 (auf dem Bild von rechts nach links gelesen), was Demokratie bedeutet. Mit einem freiheitlichen Rechtsstaat hatte das aber nichts zu tun.

    In den unteren Räumen der Gedenkhalle befindet sich heute ein Museum, welches sich kritisch weiterlesen… “Die Chiang Kai-shek Gedächtnishalle II”

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  • Ein kurzer Besuch der Chiang-Kai-shek-Gedächtnishalle…

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  • Wu Ming-Yi- The Man with the Compound Eyes/Der Mann mit den Facettenaugen

    Eine gigantische Müllinsel nähert sich Taiwan und mitten darin der gestrandete Ureinwohner eines exotischen Pazifikstamms Atele’i.

    Als zweitgeborener Sohn war er gezwungen einer jahrhundertealten Tradition zu folgen und mit dem Erreichen der Volljährigkeit seine Heimatinsel auf einem kleinen selbstgebauten Floß zu verlassen. Normalerweise entspricht das einem Todesurteil, erfährt er von den Walen, die er für die Geister der verstorbenen Söhne hält, die vor ihm in See gestochen sind. Doch zuletzt gelingt es ihm sich auf eine merkwürdige Insel zu retten, die ihm wie die Hölle auf Erden erscheint.

    An der taiwanischen Küste lebt die lebensmüde Akademikerin Alice in einem Haus, weiterlesen… “Wu Ming-Yi- The Man with the Compound Eyes/Der Mann mit den Facettenaugen”


  • Letztes Wochenende hatten wir einen Ausflug in ein Dorf des indigenen Atayal-Volkes (Tàiyǎ 泰雅). Die Vorfahren dieser zweitgrößten ethnischen Minderheit Taiwans sind wohl schon vor tausenden von Jahren auf die Insel gezogen.

    Für die ursprüngliche Kultur der Atayal waren Gesichstätowierungen charakteristisch. Als Symbol für den Übergang zum Erwachsenenalter bekamen Mädchen und Jungen geschlechtsspezifische Tätowierungen. Während Mädchen dafür ihr Können beim Weben von Kleidung unter Beweis stellen mussten, war es die Aufgabe der Jungs den Schädel eines Menschen aus einem befeindeten Stamm zu ergattern.

    Die taiwanischen Indigenen waren erstaunlich brutal und der Brauch der Kopfjagd war weit verbreitet. Das bekamen auch weiterlesen… “Besuch des des indigenen Atayal-Volkes (Tàiyǎ 泰雅)”

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