• Louise Bourgeoise wurde 1911 in Paris geboren. Ihre Mutter starb früh und von ihrem Vater fühlte sie sich entfremdet. Früh hatte sie mit psychischen Problemen zu kämpfen aber zum Glück gelang es ihr den zweiten Weltkrieg unbeschadet zu überstehen, da sie schon 1938 nach New York auswanderte. 

    Obwohl Bourgeoises Kunst in den USA schon in den 40iger Jahren ausgestellt wurde, gelang ihr der Durchbruch erst in den 80iger Jahren. Tatsächlich war sie bereits 78 Jahren alt, als ihr zum ersten Mal eine Ausstellung in Europa gewidmet wurde. Meinen ersten Kontakt zu dieser Künstlerin hatte ich wahrscheinlich 2003, beim Besuch des weiterlesen… “Louise Bourgeoise im Fubon Art Museum, Taipei”

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  • Ahmad Milad Karimi- Gott 2.0

    Der Islamwissenschaftler und Religionsphilosoph Ahmad Milad Karimi stellt hier die Frage, inwiefern das Mensch-Maschine-Verhältnis den Gottesbezug des Menschen beeinflusst und inwieweit wir mit der KI-Entwicklung daran arbeiten einen neuen Gott 2.0 zu erschaffen. Karimi kritisiert das trans- und posthumanistische Ziel den Menschen mithilfe von Technologie zu perfektionieren oder gar zu überwinden und charakterisiert es als anti-humanistisch.

    Der programmierten Perfektion des homo digitalis, stellt er den homo poeticus gegenüber, mit all seinen Macken, Einschränkungen und Unzulänglichkeiten. Dabei lobt Karimi die Fehlbarkeit des Menschen als charakteristische, wichtige und wertzuschätzende Eigenschaft, denn “Fehlbarkeit gibt Raum für Kreativität, Fragmentierung und Unvollkommenheit.” (S. 11) Eine weiterlesen… “Ahmad Milad Karimi- Gott 2.0”


  • Das Museum der Weltreligionen in Neu-Taipei wurde 2001 von dem buddhistischen Mönch Hsin Dao (心道) gegründet. Von außen ist das Gebäude ziemlich unscheinbar, tatsächlich bin ich mit dem Fahrrad erstmal daran vorbeigefahren, bevor ich es dann endlich gefunden habe. Im Erdgeschoss befindet sich nur ein kleiner Ticketschalter, aber für das Museum geht es in den siebten Stock. 

    Dort tut sich einem eine neue Welt auf! In der Haupthalle befinden sich in zahlreichen Vitrinen typische Gegenständer verschiedener Religionen. Zum Beispiel ein Triptychon für das Christentum, Statuen für Buddhismus und Hinduismus, Kalligrafie für den Islam, etc. Auch längst vergangene Glaubensrichtungen, wie der weiterlesen… “Das Museum der Weltreligionen”


  • Jiufen (九份) im Norden Taiwans zeichnet sich durch seine engen Gässchen und altmodischen Teestuben aus. Während der Qing Dynastie lag das Städtchen noch so abgelegen, dass gerade mal neun (Jiu 九) Familien darin wohnten. Keine Straße führte zu dem Ort, sodass man es nur per Schiff erreichen konnte. Jedes Mal, wenn ein Handelsschiff anlegte, bestellten die Familien neun Päckchen bzw. Portionen (fen 份). So soll der Name der Stadt zustande gekommen sein.

    Für lange Zeit galt die Stadt als Vorbild für den japanischen Anime „Spirited Away“ bzw. „Chihiros Reise ins Zauberland“ von Studio Ghibli, der Zeichner Hayao Miyazaki stritt dies weiterlesen… “Jiufen (九份)”

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  • Letztes Wochenende haben wir den Geburtstag der Göttin Mazu (媽祖) gefeiert. Dazu sind wir zum Chaotian-Tempel (朝天宮) in Beigang, im Herzen Taiwans, gefahren. Es war voll, es war laut, es wurde getanzt bei knallenden Feuerwerkskörpern. Ein buddhistischer Rave, der an die Love Parade erinnert, alles zu Ehren der Ahnenmutter. 

    Mazu, deren Name so viel bedeutet wie die Ahnenmutter, trägt auch den Titel tianhou (天后) die Himmelskaiserin. Sie gehört zu den am weitesten verehrten Götterfiguren in der Region und wird häufig von zwei Generälen begleitet, die sie beschützen sollen. Qianli yan (der dessen Augen tausend Meilen weit sehen) und Shunfeng er weiterlesen… “Mazus (媽祖) Geburtstagsfeier am Chaotian-Tempel (朝天宮)”

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  • Am 12. März 1867 segelte das Handelsschiff Rover von Shantou, Südchina in Richtung Niuzhuang an der Küste der Mandschurei. Captain Joseph Hunt war mit den gefährlichen Gewässern Taiwans mit ihren zahlreichen Riffen und Sandbänken nicht gut vertraut. Und so lief die Rover auf Grund und begann zu sinken. Die Besatzung konnte sich gerade noch auf die Rettungsboote flüchten und wurde völlig erschöpft und durchnässt am Strand Südtaiwans angespült. Mercy Hunt, die Frau des Kapitäns versuchte dann mit den Einheimischen Kontakt aufzunehmen, doch das war der nächste große Fehler. Anstatt den Gestrandeten zu helfen, wurden die Eindringlinge verfolgt und getötet.

    Das weiterlesen… “Kenting (墾丁) und Taiwans südlichster Punkt”

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  • Unweit von Kaohsiung befindet sich der Hauptsitz des Fo Guan Shan (佛光山) Glaubensordens. Es handelt sich um das größte buddhistische Kloster Taiwans, und Aufbewahrungsort einer weit verehrten Reliquie: einem der drei heute noch bekannten Zähne des Buddha. Die anderen beiden befinden sich in Kandy, Sri Lanka und in Peking.

    Seit 2011 wacht die größte sitzende Buddhastatue Asiens über das Fo Guan Shan Kloster. 1.800 Tonnen Kupfer wurden dafür benötigt den 108m hohen Buddha zu errichten. Er befindet sich am Ende einer Prachtstraße die beidseitig von jeweils vier Pagoden gesäumt wird. Läuft man diesen „Weg zur Erleuchtung“ entlang, gelangt man zum weiterlesen… “Fo Guan Shan (佛光山)”

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  • Im Norden von Kaohsiung befindet sich der Lotus See (Liánchí Tán 蓮池潭). Er wurde in den 50iger Jahren künstlich angelegt. Heute ist er für die zahlreichen Tempel, die ihn umgeben berühmt.

    Ein besonderes Wahrzeichen ist die Drachen und Tiger Pagode (lóng hǔ tǎ龍虎塔), die nach langjähriger Restauration nun endlich fertiggestellt wurde. Normalerweise würde man durch die Skulpturen von Drache und Tiger in die Gebäude hineingelangen. Leider sind sie jedoch noch nicht begehbar, sondern nur von außen zu bestaunen. Eine verwinkelte Brücke mit neuen Abbiegungen (九曲橋) führt zu den zwei Türmen. Diese Art von Brücken dienen der Legende nach dazu, böse weiterlesen… “Der Lotus See (Liánchí Tán 蓮池潭)”


  • Der Hauptbahnhof Kaohsiungs ist steingewordener Zukunftsoptimismus mit einer Brise Hybris. Gerade neu erbaut, scheint dort alles ungefähr doppelt so groß zu sein, wie es sein müsste.

    Der Bahnsteig ist zur Hälfte abgesperrt, weil er doppelt so lang sind wie die U-Bahnen, die dort halten. Es führen jeweils zwei Rolltreppen von einem Stockwerk ins nächste aber nur eine davon ist in Betrieb. Viele Aufzüge fahren noch nicht, ein Großteil der Ladenfläche ist noch nicht vermietet. Alles ist niegelnagelneu, sauber und hell. Man fragt sich, wo die Menschen herkommen sollen, die diese leeren Hallen beleben. Selbst an einem Freitagabend wirkte der Platz weiterlesen… “Kaohsiung Main Station”

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  • Auch so kann eine U-Bahnstation aussehen- der Formosa Boulevard in Kaohsiung.

    Während die Glasmalerei in Europa tief mit der Kirchenarchitektur verknüpft ist und den Gläubigen farbenfroh die Heilslehren näherbringt, erstrahlt diese Kunst in Kaohsiung in ihrer modernen, säkularisierten Form.

    Wo in der „Stadt der großen Helden“ die orangene auf die rote U-Bahnlinie trifft, wird man Zeuge des ewigen Kreislaufs von Entstehen und Vergehen. Aus dem tiefen Blau des Ozeans entspringt das Leben, wächst und gedeiht in sattem Grün, findet seinen Höhepunkt in der weißen Strahlkraft des Geistes, um dann in blutrotem Feuer unterzugehen. Ein erhabenes Erlebnis an einem so alltäglichen weiterlesen… “Formosa Boulevard in Kaohsiung”

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