• Jiufen (九份) im Norden Taiwans zeichnet sich durch seine engen Gässchen und altmodischen Teestuben aus. Während der Qing Dynastie lag das Städtchen noch so abgelegen, dass gerade mal neun (Jiu 九) Familien darin wohnten. Keine Straße führte zu dem Ort, sodass man es nur per Schiff erreichen konnte. Jedes Mal, wenn ein Handelsschiff anlegte, bestellten die Familien neun Päckchen bzw. Portionen (fen 份). So soll der Name der Stadt zustande gekommen sein.

    Für lange Zeit galt die Stadt als Vorbild für den japanischen Anime „Spirited Away“ bzw. „Chihiros Reise ins Zauberland“ von Studio Ghibli, der Zeichner Hayao Miyazaki stritt dies weiterlesen… “Jiufen (九份)”

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  • Letztes Wochenende haben wir den Geburtstag der Göttin Mazu (媽祖) gefeiert. Dazu sind wir zum Chaotian-Tempel (朝天宮) in Beigang, im Herzen Taiwans, gefahren. Es war voll, es war laut, es wurde getanzt bei knallenden Feuerwerkskörpern. Ein buddhistischer Rave, der an die Love Parade erinnert, alles zu Ehren der Ahnenmutter. 

    Mazu, deren Name so viel bedeutet wie die Ahnenmutter, trägt auch den Titel tianhou (天后) die Himmelskaiserin. Sie gehört zu den am weitesten verehrten Götterfiguren in der Region und wird häufig von zwei Generälen begleitet, die sie beschützen sollen. Qianli yan (der dessen Augen tausend Meilen weit sehen) und Shunfeng er weiterlesen… “Mazus (媽祖) Geburtstagsfeier am Chaotian-Tempel (朝天宮)”

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  • Am 12. März 1867 segelte das Handelsschiff Rover von Shantou, Südchina in Richtung Niuzhuang an der Küste der Mandschurei. Captain Joseph Hunt war mit den gefährlichen Gewässern Taiwans mit ihren zahlreichen Riffen und Sandbänken nicht gut vertraut. Und so lief die Rover auf Grund und begann zu sinken. Die Besatzung konnte sich gerade noch auf die Rettungsboote flüchten und wurde völlig erschöpft und durchnässt am Strand Südtaiwans angespült. Mercy Hunt, die Frau des Kapitäns versuchte dann mit den Einheimischen Kontakt aufzunehmen, doch das war der nächste große Fehler. Anstatt den Gestrandeten zu helfen, wurden die Eindringlinge verfolgt und getötet.

    Das weiterlesen… “Kenting (墾丁) und Taiwans südlichster Punkt”

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  • Unweit von Kaohsiung befindet sich der Hauptsitz des Fo Guan Shan (佛光山) Glaubensordens. Es handelt sich um das größte buddhistische Kloster Taiwans, und Aufbewahrungsort einer weit verehrten Reliquie: einem der drei heute noch bekannten Zähne des Buddha. Die anderen beiden befinden sich in Kandy, Sri Lanka und in Peking.

    Seit 2011 wacht die größte sitzende Buddhastatue Asiens über das Fo Guan Shan Kloster. 1.800 Tonnen Kupfer wurden dafür benötigt den 108m hohen Buddha zu errichten. Er befindet sich am Ende einer Prachtstraße die beidseitig von jeweils vier Pagoden gesäumt wird. Läuft man diesen „Weg zur Erleuchtung“ entlang, gelangt man zum weiterlesen… “Fo Guan Shan (佛光山)”

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  • Im Norden von Kaohsiung befindet sich der Lotus See (Liánchí Tán 蓮池潭). Er wurde in den 50iger Jahren künstlich angelegt. Heute ist er für die zahlreichen Tempel, die ihn umgeben berühmt.

    Ein besonderes Wahrzeichen ist die Drachen und Tiger Pagode (lóng hǔ tǎ龍虎塔), die nach langjähriger Restauration nun endlich fertiggestellt wurde. Normalerweise würde man durch die Skulpturen von Drache und Tiger in die Gebäude hineingelangen. Leider sind sie jedoch noch nicht begehbar, sondern nur von außen zu bestaunen. Eine verwinkelte Brücke mit neuen Abbiegungen (九曲橋) führt zu den zwei Türmen. Diese Art von Brücken dienen der Legende nach dazu, böse weiterlesen… “Der Lotus See (Liánchí Tán 蓮池潭)”


  • Der Hauptbahnhof Kaohsiungs ist steingewordener Zukunftsoptimismus mit einer Brise Hybris. Gerade neu erbaut, scheint dort alles ungefähr doppelt so groß zu sein, wie es sein müsste.

    Der Bahnsteig ist zur Hälfte abgesperrt, weil er doppelt so lang sind wie die U-Bahnen, die dort halten. Es führen jeweils zwei Rolltreppen von einem Stockwerk ins nächste aber nur eine davon ist in Betrieb. Viele Aufzüge fahren noch nicht, ein Großteil der Ladenfläche ist noch nicht vermietet. Alles ist niegelnagelneu, sauber und hell. Man fragt sich, wo die Menschen herkommen sollen, die diese leeren Hallen beleben. Selbst an einem Freitagabend wirkte der Platz weiterlesen… “Kaohsiung Main Station”

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  • Auch so kann eine U-Bahnstation aussehen- der Formosa Boulevard in Kaohsiung.

    Während die Glasmalerei in Europa tief mit der Kirchenarchitektur verknüpft ist und den Gläubigen farbenfroh die Heilslehren näherbringt, erstrahlt diese Kunst in Kaohsiung in ihrer modernen, säkularisierten Form.

    Wo in der „Stadt der großen Helden“ die orangene auf die rote U-Bahnlinie trifft, wird man Zeuge des ewigen Kreislaufs von Entstehen und Vergehen. Aus dem tiefen Blau des Ozeans entspringt das Leben, wächst und gedeiht in sattem Grün, findet seinen Höhepunkt in der weißen Strahlkraft des Geistes, um dann in blutrotem Feuer unterzugehen. Ein erhabenes Erlebnis an einem so alltäglichen weiterlesen… “Formosa Boulevard in Kaohsiung”

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  • William Gibson- Neuromancer

    Neuromancer- die Bibel des Cyberpunks, ein Klassiker der Science-Fiction Literatur. Erschienen ist das Buch 1984, dem Jahr in dem Apple’s Macintosh und die CD-ROM auf dem Markt kamen, fünf Jahre vor der Erfindung des Internets. Trotzdem ist Neuromancer heute aktueller denn je. Schauplatz der Geschichte ist eine technologisch hochentwickelte Zivilisation, in der unsterbliche Superreiche alle Fäden in der Hand halten, während sich die Masse der Bevölkerung unter ärmlichen Bedingungen, psychisch kaputt, drogenabhängig und gewalttätig durchschlagen muss.

    So auch Case, die Hauptperson des Romans. Als Auftragsdieb, Hacker und „Konsolen-Cowboy“ kann er sich gerade so über Wasser halten, als er von der weiterlesen… “William Gibson- Neuromancer”


  • Der Ciyou Tempel (Cíyòu Gōng慈祐宮) ist der Göttin Mazu (媽祖) gewidmet. Diese bekam den goldenen Löffel göttlicher Existenz nicht etwa in den Mund gelegt, sondern begann ihr Leben als ganz gewöhnliche, menschliche Tochter mit dem Namen Lin Moniang (林默娘). 

    Um 960 u.Z. soll sie auf einer kleinen Insel im südlichen China in einer Fischerfamilie hineingeboren worden sein. Sie war ein stilles Kind, manche behaupten sogar sie habe auch nach ihrer Geburt nicht geschrien. Schon früh begann sie Wunder zu vollbringen und soll sich an verschiedene Orte teleportieren haben. Wirklich berühmt wurde sie jedoch für die Rettung ihrer Familie aus großer weiterlesen… “Der Ciyou Tempel (Cíyòu Gōng慈祐宮)”


  • Qingming (清明) Fest

    Heute wird das Qingming (清明) Fest gefeiert! Traditionellerweise reinigt man heute die Gräber der Ahnen und bringt ihnen rituelle Opfer dar.

    Im Rahmen des chinesischen Volksglaubens werden den Ahnen und Geistern nicht nur Obst und Nahrungsmittel zum Opfer dargebracht, sondern auch sogenanntes „Räuchergeld“ bzw. „Geistergeld“ oder „Goldpapier“ (jinzhi 金). Es soll sicherstellen, dass die Hinterbliebenen auch im Jenseits über die nötigen finanziellen Mittel verfügen. Wenn man es nicht schon im Supermarkt gekauft hat, kann man es auch in den meisten Tempeln stapelweise erwerben.

    Zuerst faltet man das Geistergeld, dann erfolgt die Überweisung ins Jenseits durch Verbrennen. Dafür spezielle große Öfen weiterlesen… “Qingming (清明) Fest”

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