• Der Shimogamo-jinja Schrein in Kyoto ist einer der ältesten Shinto Schreine in ganz Japan und stand an dieser Stelle schon lange bevor Kyoto zur Hauptstadt wurde.

    Der Shintoismus ist der traditionelle Volksglaube Japans, bei dem sogenannte Kami, also Naturgeister, Ahnen und heilige Kräfte, verehrt werden. Harmonie mit der Natur, rituelle Reinheit und den Kontakt zur Geisterwelt haben einen hohen Stellenwert. Jedoch gibt es keine festen Dogmen oder zentrale religiöse Schriften.

    Der Shimogamo-jinja Schrein ist dem Kami des Donners gewidmet. Der Legende nach badete die Schönheit Tamayori-hime entlang eines Flusses, wo sie einen rot lackierten Pfeil im Wasser treiben sah. Als weiterlesen… “Shimogamo-jinja Schrein in Kyoto”

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  • Für über 500 Jahre, nämlich von 1331 bis 1869, war Kyoto die Hauptstadt Japans und Sitz des Kaiserhauses. Erst mit der Meiji Restauration wird die rapide Modernisierung des Landes eingeleitet und die Hauptstadt nach Tokyo verlegt.

    In der Architektur des Kaiserpalasts in Kyoto spiegelt sich das elaborierte Hofzeremoniell einer alten Zeit wider. Direkt neben dem ehemaligen Bediensteteneingang, durch den ich den Palast betrat, befinden sich z.B. die Warteräume für die Audienz mit dem Herrscher. In aufsteigender Wichtigkeit: der Pflaumenblühten-Raum, der Raum des Kranichs und schließlich der Raum des Tigers. Letzterer ist kein in Japan heimisches Tier und galt deshalb als weiterlesen… “Kyoto”

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  • Der Weg des Philosophen (哲学の道) führt im Schatten unzähliger Kirschbäume, entlang eines kleinen Bachs (dem Biwasee-Kanal) durch eine verschlafene Nachbarschaft und grenzt an so viele Tempelanlagen, dass es schwer ist sie alle auseinanderzuhalten. Auch der Shoren-in und der Chion-in Tempel aus einem vorherigen Beitrag befinden sich in der unmittelbaren Nachbarschaft. Der Name dieses kleinen Pfads, soll auf Kitaro Nishida (1870-1945) zurückgehen, dem Begründer der modernen japanischen Philosophie, von dem man sich erzählt, dass er am Rand dieses Wegs gerne meditierte.

    Der Tempel Eikan-dō Zenrin-ji wird der Jodo-Schule des Buddhismus zugerechnet, die von dem Mönch Honen (1133-1212) im 12. Jahrhundert gegründet weiterlesen… “Der Weg des Philosophen (哲学の道)”


  • Der Nanzen-ji Tempel verfügt ebenfalls über ein enormes Eingangstor. Auch wenn es nicht ganz so massiv ist wie das des Chion-in Temples, so kann man es gegen einen kleinen Obulus besteigen und von seinem Balkon aus, den Blick über ganz Kyoto schweifen lassen. Erbaut im Jahr 1628 ist das Eingangstor auch der Ort eines berühmten Kabuki Theaterstücks. Das Stück mit dem Titel „Das goldene Tor und das Paulownia-Wappen“ (Sanmon Gosan no Kiri 樓門五山桐) wurde erstmals 1778 aufgeführt, aber erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit.

    Ein weiteres Merkmal dieses Tempels ist das Aquädukt im westlichen Stil, welches 1890 erbaut wurde weiterlesen… “Nanzen-ji Tempel (南禅寺)”


  • Der Chion-in Tempel vertritt die Reine-Land-Schule des Buddhismus (Jìngtǔzōng 淨土宗). Auf Deutsch wird diese Glaubensrichtung manchmal Amitabha-Buddhismus genannt bzw. in seiner explizit japanischen Ausgestaltung auch „Jodo-Schule“. Der japanische Begründer der Schule, der Mönch Honen (1133-1212) lebte an diesem Ort und predigte, dass vor allem das regelmäßige Rezitieren von Buddhas Namen genügt, um das „Reine-Land“ zu erreichen. Das „Reine-Land“ ist dabei selbst noch kein Zustand der Erleuchtung, sondern vielmehr eine Art Paradies, in dem der Gläubige nach seinem Tod die idealen Bedingungen vorfindet, um durch intensive Meditation die wahre Erleuchtung zu erreichen. Der Kerngedanke besteht darin, dass in einer chaotischen, unbeständigen weiterlesen… “Der Chion-in Tempel”


  • Der Name des Kiyomizu-dera Temples (chin. Qingshuisi 清水寺, Tempel des klaren Wassers) verweist auf eine heilige Quelle, um die die buddhistischen Gebetshallen herum entstanden sind. Bereits sehr früh, im Jahr 778 wurde der Tempel errichtet und ist heute vor allem deshalb berühmt, weil er über eine große Terrasse verfügt, die auf gigantischen Stelzen gebaut wurde. Heute handelt es sich um eine der größten Touristenattraktionen und ist dementsprechend überfüllt.

    In der Edo-Zeit (1603-1868) glaubte man noch, dass ein Wunsch in Erfüllung gehen würden, wenn man einen Sprung von dieser Terrasse überlebt. Da sie „nur“ 13m hoch gelang das auch den weiterlesen… “Der Kiyomizu-dera Tempel (chin. Qingshuisi 清水寺, Tempel des klaren Wassers)”


  • Das „Hong Kong Museum of Art“ bietet einen wilden Ritt durch die Kunstgeschichte Chinas. Von hochmodernen KI unterstützten Installationen, über Kalligraphie der Hofbeamten bis hin zu Ming-zeitlichen Lackwaren oder den Schnupftabakfläschchen der chinesischen Kaiser, alles wird einem geboten und das sogar kostenfrei!

    Natürlich sind die neueren Werke besonders aufregend. Was hier z.B. den Eindruck eines überdimensionierten Bildschirmschoners erweckt, ist tatsächlich ein KI generiertes und auf Bewegung reagierendes Kunstwerk. Vom Künstler Chris Cheung wurde es „Cinemorpheque“ genannt. An anderer Stelle wird Klassik und Moderne gekonnt verbunden, wenn industrieller Abfall zu Bonsai-Bäumchen geformt wird oder aus Rohren und Kabeln anmutige Zen-Gärten entstehen. weiterlesen… “Hong Kong Museum of Art”


  • Bruce Lee erreichte nie mein heutiges Alter. Bereits mit 32 Jahren starb er unter bisher ungeklärten Umständen.

    Er wurde 1940 geboren, und begann mit 13 seinen Kampfkunstunterricht bei dem Wing Chun Meister Yip Man. Mit 18 emigrierte er in die USA und studierte an der University of Washington in Seattle, während er abends als Kellner in einem Chinarestaurant arbeitete. Schließlich eröffnete er neben dem Campus sein erstes eigenes Kung Fu Dojo.

    Nachdem er in einigen kleineren Rollen als Nebendarsteller auftrat, gelang ihm mit „Die Todesfaust des Cheng Li“ (engl. „Fists of Fury“ bzw. „The Big Boss“) der Durchbruch. Zu dem weiterlesen… “Bruce Lee”


  • Das letzte Mal, als ich in Hong Kong gelandet bin, war ich nur auf der Durchreise. In einem futuristischen Kubus aus Glas und Edelstahl stand ich auf dem Flughafen, drehte mir eine Zigarette und schaute auf einen der zahlreichen Bildschirme, die an jedem freien Fleck angebracht waren. Vermummte Demonstranten suchten unter ihren bunten Regenschirmen Schutz vor den Wasserwerfern und dem Pfefferspray der Polizei. Menschenmassen, die Plakate schwenkend für die Wahlfreiheit kämpften. Schließlich flog ich weiter nach Xiamen und nach 79 Tagen verstummten auch die Proteste des „Umbrella Movement“ in Hong Kong.

    Heute schütz der Regenschirm nur vor dem Unwetter. Die weiterlesen… “Hong Kong”

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  • Das Nezu-Museum ist aus der privaten Kunstsammlung des Geschäftsmann Nezu Kaichirō (1860–1940) entstanden. Es beheimatet viele Statuen Buddhas, Kalligrafien aus China, Lackarbeiten, Holzschnitzereien und sogar einen ganzen Raum voller Bronzegefäße aus der Shang- und Zhou-Dynastie Chinas.

    Erst dieses Jahr wurde bekannt, dass eine koreanische Glocke zur Zeit der japanischen Kolonialherrschaft über Korea ihren Weg in den Besitz Kaichiros gefunden hat. Während die Regierung Südkoreas die Rückgabe forderte, wurde die Anfrage von Seiten des Museums nicht kommentiert. Die Frage nach der Restitution von Kunstwerken mit nationaler Bedeutung ist also auch hier sehr brisant.

    Leider war es verboten in den Innenräumen weiterlesen… “Das Nezu-Museum”

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