• Der Name des Kiyomizu-dera Temples (chin. Qingshuisi 清水寺, Tempel des klaren Wassers) verweist auf eine heilige Quelle, um die die buddhistischen Gebetshallen herum entstanden sind. Bereits sehr früh, im Jahr 778 wurde der Tempel errichtet und ist heute vor allem deshalb berühmt, weil er über eine große Terrasse verfügt, die auf gigantischen Stelzen gebaut wurde. Heute handelt es sich um eine der größten Touristenattraktionen und ist dementsprechend überfüllt.

    In der Edo-Zeit (1603-1868) glaubte man noch, dass ein Wunsch in Erfüllung gehen würden, wenn man einen Sprung von dieser Terrasse überlebt. Da sie „nur“ 13m hoch gelang das auch den weiterlesen… “Der Kiyomizu-dera Tempel (chin. Qingshuisi 清水寺, Tempel des klaren Wassers)”


  • Das „Hong Kong Museum of Art“ bietet einen wilden Ritt durch die Kunstgeschichte Chinas. Von hochmodernen KI unterstützten Installationen, über Kalligraphie der Hofbeamten bis hin zu Ming-zeitlichen Lackwaren oder den Schnupftabakfläschchen der chinesischen Kaiser, alles wird einem geboten und das sogar kostenfrei!

    Natürlich sind die neueren Werke besonders aufregend. Was hier z.B. den Eindruck eines überdimensionierten Bildschirmschoners erweckt, ist tatsächlich ein KI generiertes und auf Bewegung reagierendes Kunstwerk. Vom Künstler Chris Cheung wurde es „Cinemorpheque“ genannt. An anderer Stelle wird Klassik und Moderne gekonnt verbunden, wenn industrieller Abfall zu Bonsai-Bäumchen geformt wird oder aus Rohren und Kabeln anmutige Zen-Gärten entstehen. weiterlesen… “Hong Kong Museum of Art”


  • Bruce Lee erreichte nie mein heutiges Alter. Bereits mit 32 Jahren starb er unter bisher ungeklärten Umständen.

    Er wurde 1940 geboren, und begann mit 13 seinen Kampfkunstunterricht bei dem Wing Chun Meister Yip Man. Mit 18 emigrierte er in die USA und studierte an der University of Washington in Seattle, während er abends als Kellner in einem Chinarestaurant arbeitete. Schließlich eröffnete er neben dem Campus sein erstes eigenes Kung Fu Dojo.

    Nachdem er in einigen kleineren Rollen als Nebendarsteller auftrat, gelang ihm mit „Die Todesfaust des Cheng Li“ (engl. „Fists of Fury“ bzw. „The Big Boss“) der Durchbruch. Zu dem weiterlesen… “Bruce Lee”


  • Das letzte Mal, als ich in Hong Kong gelandet bin, war ich nur auf der Durchreise. In einem futuristischen Kubus aus Glas und Edelstahl stand ich auf dem Flughafen, drehte mir eine Zigarette und schaute auf einen der zahlreichen Bildschirme, die an jedem freien Fleck angebracht waren. Vermummte Demonstranten suchten unter ihren bunten Regenschirmen Schutz vor den Wasserwerfern und dem Pfefferspray der Polizei. Menschenmassen, die Plakate schwenkend für die Wahlfreiheit kämpften. Schließlich flog ich weiter nach Xiamen und nach 79 Tagen verstummten auch die Proteste des „Umbrella Movement“ in Hong Kong.

    Heute schütz der Regenschirm nur vor dem Unwetter. Die weiterlesen… “Hong Kong”

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  • Das Nezu-Museum ist aus der privaten Kunstsammlung des Geschäftsmann Nezu Kaichirō (1860–1940) entstanden. Es beheimatet viele Statuen Buddhas, Kalligrafien aus China, Lackarbeiten, Holzschnitzereien und sogar einen ganzen Raum voller Bronzegefäße aus der Shang- und Zhou-Dynastie Chinas.

    Erst dieses Jahr wurde bekannt, dass eine koreanische Glocke zur Zeit der japanischen Kolonialherrschaft über Korea ihren Weg in den Besitz Kaichiros gefunden hat. Während die Regierung Südkoreas die Rückgabe forderte, wurde die Anfrage von Seiten des Museums nicht kommentiert. Die Frage nach der Restitution von Kunstwerken mit nationaler Bedeutung ist also auch hier sehr brisant.

    Leider war es verboten in den Innenräumen weiterlesen… “Das Nezu-Museum”

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  • Bubbalogie

    Der Bubbasoph und Bubbaloge im Widerstreit. Hier am vermeintlichen Ursprungsort des Bubble-Teas, dem Chun Shui Tang (春水堂) Restaurant in Taichung kann man sich der Versuchung einer bubbasophischen Betrachtung kaum entziehen.

    In jüngster Vergangenheit erlebten wir die Entstehung eines neuen, vielversprechenden Forschungsbereichs, nämlich der Bubbalogie, die sich mit der Herstellung, der Geschichte und den sozialen Auswirkungen des Bubble Tees beschäftigt. Das taiwanische Nationalgetränk besteht klassischerweise aus kaltem Schwarztee, der mit Kondensmilch, Zucker und den berühmten Tapiokaperlen versehen ist. Die einzigartige Zusammenstellung seiner Zutaten ist Ausdruck einer Jahrhunderte zurückreichenden Globalisierungsgeschichte.

    Der Schwarztee, stammt aus der chinesischen Nachbarschaft und die Milch von weiterlesen… “Bubble Tea at Chun Shui Tang (春水堂)”

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  • Hier sehen Sie einen Affen. Daneben ein Modell des Australopithecus afarensis. Dabei handelt es sich um eine frühe Form des Menschenaffen, der vor ca. 3,8 bis 2,9 Millionen Jahren in der Region des heutigen Tansania und Äthiopien gelebt haben müsste. Die berühmteste Vertreterin dieser Gattung ist die 1974 entdeckte Lucy, benannt nach dem Beatles-Song „Lucy in the Sky with Diamonds“. Während man an ihren Beckenknochen erkennen kann, dass Lucy schon aufrecht gehen konnte, sind ihre Armknochen im Vergleich zu ihren Beinknochen relativ stark. Das wiederum deutet darauf hin, dass Lucy noch viel in Bäumen geklettert sein muss. Heute weißen ihre weiterlesen… “Das Naturkundemuseum in Taichung”


  • Taichung (Táizhōng Shì 臺中市) liegt an der Westküste mitten in Taiwan und eignet sich deshalb als perfekter Ausgangspunkt für Reisen zum Sonne-Mond-See oder zum Alishan.

    Einer der Hauptattraktionen der Stadt ist das Regenbogenviertel. Ein kleiner Straßenzug weniger Gebäude, die eigentlich abgerissen werden sollten, wurde vor 15 Jahren von dem Amateurkünstler Yong-Fu Huang neugestaltet. Der sogenannte „Grandpa Rainbow“ verhinderte damit dem Abriss seiner Nachbarschaft und machte sich landesweit einen Namen.

    Gleich nach unserer Ankunft sind wir zum Fusion Space 1962 gepilgert, einem zur Galerie und Veranstaltungshalle umgebauten Fabrikgebäude. Dort konnte man einen alten Luftschutzbunker besichtigen, sowie viele alternative Läden. Darunter auch weiterlesen… “Taichung (Táizhōng Shì 臺中市)”


  • Tiefhängende Nebelschwaden, knorrige, alte Bäume mit armdicken Wurzeln, feucht schimmernde Farne und dunkelgrünes Moos. Verwunschene Märchenwälder zwischen hoch aufragenden Gebirgsformationen, das ist der Alishan (阿里山). 

    Geformt hat sich das Gebirge vermutlich vor 4 bis 5 Millionen Jahren durch das Aufeinandertreffen der Philippinischen und der Eurasischen Platte. Eine spannungsvolle Beziehung, die noch heute regelmäßig für Erdbeben sorgt. Während die ersten Menschen vor ca. 7000 Jahren nach Taiwan zogen, verlieren sich die Ursprünge der, rund um den Alishan lebenden Indigenen, im Dunkeln. Die frühste historische Aufzeichnung über das sogenannte Tsou (鄒) Volk stammt von den Holländern aus dem Jahre 1647. Es handelte weiterlesen… “Alishan”


  • Zwar entstand schon 1457 an diesem Ort eine kleine Burg, aber erst mit dem Reichseiniger Tokugawa Ieyasu, der die Hauptstadt in das heutige Tokyo verlegte (damals Edo genannt), erlangte die Burg eine größere Bedeutung. Den Bau des großen Burgturms „tenshu“ genannt, erlebte Ieyasu jedoch nicht mehr. Dieser wurde erst 1638 fertiggestellt und war fast 60m hoch. Das Dach war, wie bis heute auch noch bei anderen prestigeträchtigen, historischen Gebäuden, mit mystischen Fischen (shachihoko) versehen. Sie sollten der Abwehr gegen Feuer dienen, dazu sind die Dachziegel mit drei Tropfen gestaltet, sowie die drei Haselwurz-Blätter, dem Symbol des Tokugawa-Clans.

    Der übernatürliche Brandschutz weiterlesen… “Die Ruinen des Edo-Palasts”