• Die Tempelanlage von Bayon liegt nördlich von Angkor Wat und ist für ihre imposanten Türme mit meterhohen eingemeißelten Gesichtern berühmt. Wem dieses friedlich dreinblickende Gesicht gehört, ist bis heute Gegenstand wissenschaftlicher Debatten.

    König Jayavarman VII ließ den Tempel um das Jahr 1200 herum erbauen. Man geht daher davon aus, dass die Gesichter seine Züge tragen. Man weiß aber auch, dass die Gesichter entweder Brahma darstellen sollen. Dafür spricht, dass es meistens vier Gesichter an einem Turm gibt und Brahma oft als viergesichtig dargestellt wird. Andererseits gibt es aber auch Stimmen, die behaupten, dass das Gesicht dem Bodhisattva Lokeshvara gehört (auch weiterlesen… “Die Tempelanlage von Bayon”


  • Angkor Wat ist der größte Tempel der Welt. Der Gottheit Vishnu gewidmet, liegt der Tempelkomplex im Zentrum der zerfallenen Hauptstadt des untergegangenen Khmer-Reichs. Schon ein kurzer Blick auf Google Maps genügt, um den symmetrischen Aufbau der Anlage zu erkennen, genauso wie deren Orientierung an den Himmelsrichtungen.

    Angkor Wat hat eine rechteckige Grundstruktur und wird umgeben von einer 1,5km x 1,3km langen Mauer sowie einem 190m breiten Graben. Auf zwei Brücken im Osten und Westen gelangt man in das Heiligtum, wobei die Aufnahme hier (Bild 1 und 2) vom sehr viel prachtvollerem Osttor stammt. Außerdem bekommt man hier zwei Nagas, Schlangenwesen weiterlesen… “Angkor Wat”


  • Angkor war die Hauptstadt des Khmer-Reichs, das zwischen dem 9. und dem 15. Jahrhundert weite Teile Südostasiens beherrschte. In ihrer Blütephase war die Stadt vermutlich das Zuhause von über einer Million Menschen. Bis in das zwölfte Jahrhundert hinein war der Hinduismus die dominante Religion des Reichs, erst dann konnte sich der Buddhismus allmählich durchsetzen. Die Menschen müssen jedoch sehr gläubig gewesen sein, denn allein bis heute wurden schon über 1000 Heiligtümer und Tempelanlagen auf dem Stadtgelände ausgegraben. Dabei waren die indischen Gottheiten Vishnu, der Bewahrer und Shiva, der Zerstörer, besonders wichtig. Der dritten im Bunde der „hinduistischen Trinität“ ist weiterlesen… “Das Angkor Museum”


  • Die jüngere Geschichte Kambodschas ist stark von Gewalt und politischen Umbrüchen geprägt. Von der französischen Kolonialherrschaft, hin zum Opfer des Vietnamkriegs, dann die Machtübernahme durch die Roten Khmer und Völkermord. Schließlich die Invasion Vietnams und ein Bürgerkrieg. 1997 stirbt Pol Pot unter ungeklärten Umständen und erst seitdem herrscht relative Ruhe. Diese Geschichte spiegelt sich auch im Stadtbild von Siem Reap wider.

    Das kambodschanisch-vietnamesische Kriegsdenkmal im Herzen von Siem Reap gedenkt den gefallenen Soldaten aus Kambodscha und Vietnam, die gemeinsam gegen das Pol Pot Regime kämpften. Nachdem die Khmer Rouge auf grausame Art und Weise ab 1975 ihr eigenes Volk dezimierten, weiterlesen… “Das kambodschanisch-vietnamesische Kriegsdenkmal”


  • Der japanische Farbholzschnitt kennt zwar viele Stilrichtung, ist aber besonders im Kontext des Ukiyo-e (jap. 浮世絵), auf Deutsch „Bilder der fließenden Welt“, bekannt. Diese bilden den Alltag der Menschen ab, ihre kulturellen Feierlichkeiten sowie ihr Lebensumfeld. Eben das vergänglich-flüchtige Schöne. Bei einem Farbholzschnitt wird das Bild zunächst in verschiedenen Ebenen in eine Holzplatte geschnitzt. Die sogenannten Holzschneider verwenden extrem feine Messer, um die dünnen Linien für Hände, Frisuren und Gesichter eingravieren zu können. Meist hatte man acht solcher Druckplatten, die mit verschiedenen Farben angepinselt wurden und die, nacheinander eingesetzt, das fertige Bild ergaben.

    Bekannte Beispiele dafür sind Hiroshiges Bild „Regenschauer weiterlesen… “Ukiyo-e (jap. 浮世絵)”


  • Mit diesem Buch werden wir Zeuge der Selbstbekenntnisse eines alternden und verrenteten Künstlers, der sich im japanischen Kaiserreich einen Namen als Propagandamaler gemacht hat und nach Kriegsende seine politischen Verstrickungen reflektiert. Die Geschichte kennt keinen allwissenden, auktorialen Erzähler, der den Leser über die Sachlage aufklären könnte, stattdessen blicken wir durch die Augen der fiktionalen Hauptfigur Masuji Ono auf das Japan der späten 40iger und frühen 50iger.

    Masuji Ono gelingt es anfangs nur schwer zu begreifen, dass er, der einstmals angesehene, berühmte Maler jetzt zu einer persona non grata geworden ist. Während sich die Mitmenschen ihm gegenüber noch höflich, aber zurückhaltend weiterlesen… “Kazuo Ishiguro- An Artist of the Floating World”


  • Siem Reap liegt ca. 5 km südlich von Angkor Wat und ist die erste Anlaufstelle für Ausflüge zu den Tempelanlagen. Mit weniger als einer viertel Million Einwohner und Bauvorgaben, die festlegen, dass kein Gebäude der Stadt höher sein darf als die Turmspitzen von Angkor, macht Siem Reap einen verschlafenen, kleinstädtischen Eindruck. Mit Ausnahme einer Partymeile, der Pub Street, ist eigentlich nicht so viel los, aber ich war auch in der Regenzeit und nicht in der Hauptsaison dort. Andererseits hat die Stadt in puncto buddhistischer Tempel einiges zu bieten.

    Da wäre z.B. ein buddhistischer Tempel namens „Wat Preah Prom Rath“ mit weiterlesen… “Siem Reap”


  • Korea war bis 1945 von Japan besetzt. Nach dem 2. Weltkrieg wurden zwei Besatzungszonen eingerichtet, deren Grenze am 38. Breitengrad verlief. Der Norden wurde von der Sowjetunion und China unterstützt, der Süden von den USA. Der Koreakrieg (1950–1953) begann mit einem Überfall aus dem Norden als der Großvater des heutigen Machthabers Kim Jong-un versuchte das Land gewaltsam wiederzuvereinigen. Zeitweilig wurde die Hauptstadt Südkoreas besetzt und die Kommunisten schienen dem Sieg zum Greifen nah, dann wurden sie wieder hinter den 38. Breitengrad zurückgedrängt. Letztendlich handelte es sich um einen verlustreichen Krieg, ohne klaren Sieger.

    Bis heute gibt es keinen Friedensvertrag, jedoch weiterlesen… “Die Demilitarisierte Zone (DMZ)”

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  • Der Guinsa Tempel dient als Hauptquartier für den koreanischen Ableger des chinesischen Tiantai (天台) Buddhismus. In ein enges Tal hineingebaut, drängen sich die Gebäude den Hang hinauf. Der Tempel ist vergleichsweise neu und entstand erst nach dem Zweiten Weltkrieg, im Jahr 1945. Während des Koreakrieges brannten dann die alten Hallen nieder, aber seit den 60iger Jahren wird der Tempel mitsamt seiner umfangreichen Klosteranlage stetig ausgebaut. Heute kann der Guinsa Tempel bis zu 10 000 Mönche fassen und noch weitaus mehr Besucher in riesigen Speisehallen verköstigen. Glücklicherweise kamen wir auch dazu, dort ein veganes Mittagessen zu futtern.

    Die Tiantai-Schule des Buddhismus weiterlesen… “Der Guinsa Tempel (구인사)”


  • bsh

    Als Psy 2012 mit „Gangnam Style“ in den Clubs hoch und runter gespielt wurde, war ich gerade zum ersten Mal in China. Der Song lief damals in jeder Bar war und war wohl zeitweilig das meistgeklickte Video auf YouTube. Trotz des Hypes hätte ich mir damals nicht vorstellen können, dass man dreizehn Jahre später ein riesiges Monument mit der ikonischen Tanzgeste errichten wird.

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