• Siem Reap liegt ca. 5 km südlich von Angkor Wat und ist die erste Anlaufstelle für Ausflüge zu den Tempelanlagen. Mit weniger als einer viertel Million Einwohner und Bauvorgaben, die festlegen, dass kein Gebäude der Stadt höher sein darf als die Turmspitzen von Angkor, macht Siem Reap einen verschlafenen, kleinstädtischen Eindruck. Mit Ausnahme einer Partymeile, der Pub Street, ist eigentlich nicht so viel los, aber ich war auch in der Regenzeit und nicht in der Hauptsaison dort. Andererseits hat die Stadt in puncto buddhistischer Tempel einiges zu bieten.

    Da wäre z.B. ein buddhistischer Tempel namens „Wat Preah Prom Rath“ mit weiterlesen… “Siem Reap”


  • Korea war bis 1945 von Japan besetzt. Nach dem 2. Weltkrieg wurden zwei Besatzungszonen eingerichtet, deren Grenze am 38. Breitengrad verlief. Der Norden wurde von der Sowjetunion und China unterstützt, der Süden von den USA. Der Koreakrieg (1950–1953) begann mit einem Überfall aus dem Norden als der Großvater des heutigen Machthabers Kim Jong-un versuchte das Land gewaltsam wiederzuvereinigen. Zeitweilig wurde die Hauptstadt Südkoreas besetzt und die Kommunisten schienen dem Sieg zum Greifen nah, dann wurden sie wieder hinter den 38. Breitengrad zurückgedrängt. Letztendlich handelte es sich um einen verlustreichen Krieg, ohne klaren Sieger.

    Bis heute gibt es keinen Friedensvertrag, jedoch weiterlesen… “Die Demilitarisierte Zone (DMZ)”

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  • Der Guinsa Tempel dient als Hauptquartier für den koreanischen Ableger des chinesischen Tiantai (天台) Buddhismus. In ein enges Tal hineingebaut, drängen sich die Gebäude den Hang hinauf. Der Tempel ist vergleichsweise neu und entstand erst nach dem Zweiten Weltkrieg, im Jahr 1945. Während des Koreakrieges brannten dann die alten Hallen nieder, aber seit den 60iger Jahren wird der Tempel mitsamt seiner umfangreichen Klosteranlage stetig ausgebaut. Heute kann der Guinsa Tempel bis zu 10 000 Mönche fassen und noch weitaus mehr Besucher in riesigen Speisehallen verköstigen. Glücklicherweise kamen wir auch dazu, dort ein veganes Mittagessen zu futtern.

    Die Tiantai-Schule des Buddhismus weiterlesen… “Der Guinsa Tempel (구인사)”


  • bsh

    Als Psy 2012 mit „Gangnam Style“ in den Clubs hoch und runter gespielt wurde, war ich gerade zum ersten Mal in China. Der Song lief damals in jeder Bar war und war wohl zeitweilig das meistgeklickte Video auf YouTube. Trotz des Hypes hätte ich mir damals nicht vorstellen können, dass man dreizehn Jahre später ein riesiges Monument mit der ikonischen Tanzgeste errichten wird.

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  • Die Starfield Library ist wahrscheinlich eine der spektakulärsten Bibliotheken, die ich je besucht habe. Dreizehn Meter hohe Bücherregale erstrecken sich über zwei Stockwerke. Leider befindet sich die Bücherei an einem finsteren Ort der Unkultur, nämlich im Herzen der CEOX Mall, dem angeblich größten unterirdischen Einkaufszentrum der Welt.

    Schnell wird auch klar, dass die Bücherregale zwar gut aussehen, aber nicht genutzt werden können, weil es keine Möglichkeit gibt an die Bücher in den oberen Regalen zu gelangen. Deshalb findet man dort auch keine richtigen Titel, sondern nur Attrappen, wie z.B. zehn Kopien von „The Babylonian Talmud“. Gleichzeitig herrschte die Atmosphäre eines weiterlesen… “Die Starfield Library”

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  • Der Jongmyo-Schrein in Seoul dient der konfuzianischen Ahnenverehrung für die Herrscher der Joseon-Dynastie, die Korea von 1392 bis zur Eroberung durch die Japaner 1910 beherrschten. Der Schrein wurde von dem Dynastiegründer König Taejo erbaut und besteht aus einer hundert Meter langen Halle mit einem ummauerten, rechteckigen Hof davor. In der Halle, die in zahlreiche Kammern unterteilt ist, befanden sich traditionellerweise die Gedenktafeln der Könige und Königinnen der Dynastie. Obwohl diese heute andersweitig gelagert werden, war die Halle selbst leider nicht zugänglich.

    Jedoch werden die Tafeln einmal im Jahr, am ersten Sonntag im Mai, zurückgebracht, um ein Ritual (Jongmyo Daeje) zu weiterlesen… “Der Jongmyo-Schrein in Seoul”


  • Seoul verfügt über fünf große Paläste, die allesamt in der langlebigen Joseon-Dynastie (1392-1910) erbaut wurden und während der japanischen Besatzung 1910-1945 stark beschädigt wurden. Zwei davon konnte ich während meines kurzen Ausflugs besuchen: den Gyeongbokgung-Palast (경복궁, 景福宮, kurz GBG) und den Changdeokgung-Palast (창덕궁, 昌德宮, kurz CDG).

    Der Gyeongbokgung-Palast (GBG) wurde im Jahr 1395 unter König Taejo, dem Gründer der Joseon-Dynastie, erbaut. Er ist der größte und prächtigste der fünf Paläste und war ursprünglich als der erster Hauptpalast der Joseon-Dynastie geplant. Im Zuge eines verheerenden Krieges gegen Japan zwischen 1592 und 1598 wurden jedoch alle Palastanlagen Seouls niedergebrannt. Anschließend wurde der weiterlesen… “Der Gyeongbokgung-Palast (경복궁, 景福宮, kurz GBG) und der Changdeokgung-Palast (창덕궁, 昌德宮, kurz CDG)”


  • Wie kam ein griechischer Bronzehelm aus der Antike in das Nationalmuseum Seoul und was hat das mit den Nazis zu tun?

    Der koreanischen Marathonläufers Kitei Son bzw. Sohn Kee-chung, hat bei den Olympischen Spielen von 1936 in Berlin die Goldmedaille gewonnen und sogar einen neuen Rekord aufgestellt. Jedoch war er gezwungen diese sportliche Höchstleistung unter japanischer Flagge zu erbringen, weil Korea zu diesem Zeitpunkt von Japan besetzt war. Das stellte für die koreanischen Tageszeitungen eine solche Demütigung dar, dass sie die Flagge auf dem Trikot von Sohn Kee-chung schlichtweg herausretuschierten. Bild 3 ist hier die Originalaufnahme und Bild 4 die weiterlesen… “Der koreanisch-griechische Bronzehelm”


  • Eine der Hauptattraktionen des Nationalmuseums in Seoul ist der kontemplativ, nachdenklich, in sich gekehrte Buddha. Dabei handelt es sich um vergoldete Bronzeskulptur, die mit halbgekreuzten Beinen sitzt und grübelnd die Hand an die Backe anlegt. Der Vergleich zu Rodins Skulptur „Der Denker“ drängt sich geradezu auf.

    In einer der Haupthallen befindet sich eine zehnstöckige Pagode aus dem Kloster Gyeongcheonsa, wo sie 1348 errichtet wurde. 1907 wurde sie illegalerweise von einem korrupten japanischen Beamten nach Japan geschmuggelt, aber schon 1918 wieder zurückgegeben. 1960 wurde sie wieder aufgebaut, aber aufgrund des sauren Regens und anderer Umwelteinflüsse begann die Pagode so stark zu weiterlesen… “Seoul- Nationalmuseum”


  • Mein erster Eindruck von Seoul erinnerte mich an ein Zitat von Friedrich Wilhelm Kiel, dem Oberbürgermeister meiner Heimatstadt Fellbach zwischen 1976 und 2000. Heute schmückt sein Zitat die Backsteinwand am Pécs-Brunnen, der an die Städtepartnerschaft zwischen dem ungarischen Pécs und Fellbach erinnern soll.

    „Die Menschen in ganz Europa wollen Frieden. ‚Nicht-Krieg‘ ist zu wenig.“

    Friedrich Wilhelm Kiel


    Wie sich die Situation des „Nicht-Kriegs“ im Vergleich zum Frieden anfühlt, lässt sich vielleicht in der Hauptstadt Südkoreas ein klein wenig besser nachvollziehen. Nur 50 bis 60 km von der nordkoreanischen Grenze entfernt begegnet man in Seoul regelmäßig Soldaten auf der Straße oder weiterlesen… “Seoul- Militärmuseum”