• Hier sehen Sie einen Affen. Daneben ein Modell des Australopithecus afarensis. Dabei handelt es sich um eine frühe Form des Menschenaffen, der vor ca. 3,8 bis 2,9 Millionen Jahren in der Region des heutigen Tansania und Äthiopien gelebt haben müsste. Die berühmteste Vertreterin dieser Gattung ist die 1974 entdeckte Lucy, benannt nach dem Beatles-Song „Lucy in the Sky with Diamonds“. Während man an ihren Beckenknochen erkennen kann, dass Lucy schon aufrecht gehen konnte, sind ihre Armknochen im Vergleich zu ihren Beinknochen relativ stark. Das wiederum deutet darauf hin, dass Lucy noch viel in Bäumen geklettert sein muss. Heute weißen ihre weiterlesen… “Das Naturkundemuseum in Taichung”


  • Taichung (Táizhōng Shì 臺中市) liegt an der Westküste mitten in Taiwan und eignet sich deshalb als perfekter Ausgangspunkt für Reisen zum Sonne-Mond-See oder zum Alishan.

    Einer der Hauptattraktionen der Stadt ist das Regenbogenviertel. Ein kleiner Straßenzug weniger Gebäude, die eigentlich abgerissen werden sollten, wurde vor 15 Jahren von dem Amateurkünstler Yong-Fu Huang neugestaltet. Der sogenannte „Grandpa Rainbow“ verhinderte damit dem Abriss seiner Nachbarschaft und machte sich landesweit einen Namen.

    Gleich nach unserer Ankunft sind wir zum Fusion Space 1962 gepilgert, einem zur Galerie und Veranstaltungshalle umgebauten Fabrikgebäude. Dort konnte man einen alten Luftschutzbunker besichtigen, sowie viele alternative Läden. Darunter auch weiterlesen… “Taichung (Táizhōng Shì 臺中市)”


  • Tiefhängende Nebelschwaden, knorrige, alte Bäume mit armdicken Wurzeln, feucht schimmernde Farne und dunkelgrünes Moos. Verwunschene Märchenwälder zwischen hoch aufragenden Gebirgsformationen, das ist der Alishan (阿里山). 

    Geformt hat sich das Gebirge vermutlich vor 4 bis 5 Millionen Jahren durch das Aufeinandertreffen der Philippinischen und der Eurasischen Platte. Eine spannungsvolle Beziehung, die noch heute regelmäßig für Erdbeben sorgt. Während die ersten Menschen vor ca. 7000 Jahren nach Taiwan zogen, verlieren sich die Ursprünge der, rund um den Alishan lebenden Indigenen, im Dunkeln. Die frühste historische Aufzeichnung über das sogenannte Tsou (鄒) Volk stammt von den Holländern aus dem Jahre 1647. Es handelte weiterlesen… “Alishan”


  • Zwar entstand schon 1457 an diesem Ort eine kleine Burg, aber erst mit dem Reichseiniger Tokugawa Ieyasu, der die Hauptstadt in das heutige Tokyo verlegte (damals Edo genannt), erlangte die Burg eine größere Bedeutung. Den Bau des großen Burgturms „tenshu“ genannt, erlebte Ieyasu jedoch nicht mehr. Dieser wurde erst 1638 fertiggestellt und war fast 60m hoch. Das Dach war, wie bis heute auch noch bei anderen prestigeträchtigen, historischen Gebäuden, mit mystischen Fischen (shachihoko) versehen. Sie sollten der Abwehr gegen Feuer dienen, dazu sind die Dachziegel mit drei Tropfen gestaltet, sowie die drei Haselwurz-Blätter, dem Symbol des Tokugawa-Clans.

    Der übernatürliche Brandschutz weiterlesen… “Die Ruinen des Edo-Palasts”


  • Beim Betreten des Tokyo Skytree Town Campus wird man von einem lebensgroßen Model des „Valkyrie VF-25“ aus der Anime-Serie „Macross“ begrüßt. Dabei handelt es sich um einen fiktiven Roboter, der zwischen humanoider Gestalt und Kampfjet hin und herwechseln kann. „Macross“ ist eine Animeserie aus dem Jahr 1982 und entwickelte sich parallel zu „Transformers“, die 1984 das Licht der Welt erblickten. Die „Transfomers“ sind tatsächlich Resultat der Zusammenarbeit japanischer und amerikanischer Spielzeugunternehmen und einige der Robotermodelle sind direkte Kopien aus der Serie „Macross“. Geistiger Vorfahre jedoch war „Gundam“ von 1979. Welcher genaue Zusammenhang zwischen diesen drei IPs existiert, konnte ich weiterlesen… “Tokyo Skytree Town Campus”


  • Der Meiji-Schrein ist dem 122. Tenno von Japan gewidmet. Dieser hatte zwar auch einen Eigennamen, bzw. Vornamen, nämlich Mutsuhito (睦仁), aber heute wird er gemäß seiner Regierungsdevise Meiji-Tenno genannt. Er lebte von 1852 bis 1912 und unter seiner Herrschaft fand die grundlegende Modernisierung Japans statt, die auch unter dem Begriff „Meiji-Restauration“ in die Geschichte einging. Meiji (明治) setzt sich aus den Kanji bzw. chinesischen Schriftzeichen 明 für hell, aufgeklärt und 治 Regierung, Herrschaft zusammen.

    Geht man durch den Haupteingang des Parkes, der zum Schrein führt, schreitet man unter Japans größtem hölzernen Torii-Tor (jap.: 鳥居) hindurch. Diese Eingangstore symbolisieren den Übergang weiterlesen… “Der Meiji-Schrein”


  • Der Ueno Park nördlich des Stadtzentrums von Tokyo gilt als kultureller Dreh- und Angelpunkt der Stadt. Nicht nur befindet sich dort das Japanische Ntionalmuseum, sondern auch das Museum für westliche Kunst (in einem von LeCorbusier entworfenen Sichtbetonbunker), eine Konzerthalle und mehrere Tempel und Schreine. Unter anderen lässt sich auch der Shinto Schrein zu Ehren des dritten Reichseinigers Tokugawa Ieyasu (1542–1616) dort besichtigen.

    Warum gleich drei Reichseiniger? Das ganze 16. Jahrhundert hindurch versank Japan im Chaos und verschiedene Feldherren führten zahlreiche Kriege, ohne sich dauerhaft an der Macht halten zu können. In Anlehnung an die frühe Geschichte Chinas, spricht man von weiterlesen… “Ueno Park”


  • Der im Jahr 1645 errichtete Sensoji-Tempel gilt als Tokyos ältester und bedeutendster Tempel. Außerdem gehört er zu den beliebtesten Touristenzielen Tokyos und zu den meist besuchten religiösen Stätten der Welt. Dementsprechend voll ist es auch gewesen. Der Tempel geht auf drei Fischer zurück, die im Jahr 628 eine Statue des Buddhas der Barmherzigkeit, Guanyin (jap.: Kannon) in ihrem Netz gefunden haben sollen.

    Seitdem hat der Tempel eine wechselhafte Geschichte durchgemacht. Zwar wurde er unter dem Tokugawa Shogunat gefördert, doch brannte er 1642 vollständig ab. Anschließend wurde er neu aufgebaut, aber beim großen Kanto-Erdbeben 1923 wurde er erneut zerstört. Nach dem weiterlesen… “Der Sensoji-Tempel”


  • Betritt man das Japanische Nationalmuseum in Tokyo, um die Dauerausstellung im Erdgeschoss zu genießen, wird man mit zwei furchteinflößenden Nio-Statuen konfrontiert. Ursprünglich bewachten diese Beschützer des Buddha die Tore eines Tempels in Kyoto, doch als die Erde mit unbändigem Zorn zu beben begann, waren auch diese Schutzgötter machtlos. Als der Tempel zusammenstürzte, wurden sie unter seinen Trümmern begraben. Erst Jahrzehnte später gelang die Rekonstruktion der zwei monumentalen Statuen.

    Der rechte Krieger heißt Guhyapāda, sein Mund steht offen, bereit für eine kräftigen Schrei „Ahh!“, oder eben „a“ der erste Buchstabe im Sanskrit. Der linke Krieger wird Nārāyaṇa genannt und hält seinen weiterlesen… “Tokyo Nationalmuseum”


  • Nur einen Katzensprung von Hong Kong entfernt liegt das Las Vegas Ostasiens, die ehemalige portugiesische Kolonie Macau. An dieser Stelle begegnet uns erneut die Meeresgöttin Mazu (媽祖), denn der Name „Macau“ leitet sich von der „Himmelskönigin“ ab. Als die ersten Portugiesen Anfang des 16. Jahrhunderts an der Küste anlegten und die Einheimischen nach dem Namen dieses Landstrichs fragten, antworteten diese „Ma Kok“ (媽閣). Das war eigentlich die Bezeichnung für den großen Mazu-Tempel, der dort 1488 erbaut wurde und bis heute genutzt wird. Aus „Ma Kok“ wurde dann mit portugiesischer Aussprache im Laufe der Zeit „Macau“. Im Chinesischen dagegen nennt sich weiterlesen… “Macau- Das Las Vegas Ostasiens”