• „Die einfachen Themen der chinesischen Schnitte, die nur wie im Flüsterton, nur in Andeutungen zu uns sprechen: diese Blüten und Früchte, Stauden, Steine und Gräser verlangen eine liebevoll gesammelte Betrachtung, ein empfindliches Auge und einläßliches Studium.“

    (Emil Preetorius- Chinesische Holzschnitte, 1958, S. 33)

    An vielen Stellen liest man dem Geleitwort dieses Buches an, dass es aus der Mitte der 50iger Jahre stammt. Sein Editor Emil Preetorius beginnt darin die Vorteile des chinesischen Kunstdrucks zu loben, an dem man die „Triebart und Triebrichtung einer nationalen Kunst“ sehr viel besser erkennen könne als an den herausragenden Einzelschöpfungen japanischer Meister
    Der Grafiker, Kunstsammler weiterlesen… “Luo Ye- Die Hahnekammblume”


  • Aktuell widmet sich das Landesmuseum Rheinland-Pfalz einem der Stars der stoischen Schule, dem „Kaiser, Feldherr, Philosoph“ Marc Aurel.

    Marc Aurel war von 161 bis 180 n.Chr. Kaiser des Römischen Reichs. Schon früh zeigte er Interesse an Philosophie und als Kronprinzen wurde ihm auch die beste Ausbildung zu Teil. So kam er früh mit dem Denken der Stoiker in Berührung, einer ursprünglich aus Griechenland stammenden Lehre, die Selbstbeherrschung, Vernunft und innere Ruhe ins Zentrum ihrer Überlegungen stellt.
    Die Regierungszeit Marc Aurels verlief jedoch alles andere als ruhig. Sie war geprägt von Grenzkriegen an der Donau, Aufständen im Osten des Reichs und weiterlesen… “Marc Aurel Ausstellung im Landesmuseum RLP”


  • Zum Beispiel wäre da der Ta Keo-Tempel östlich des Bayon, der über hundert Jahre vor Angkor Wat errichtet wurde und bei dem es sich um den ersten Tempel der Khmer handelt, der komplett aus Sandstein besteht. Obwohl er nie ganz fertiggestellt wurde, kann man am Ta Keo-Tempel die Eckpunkte der Sakralarchitektur der alten Khmer sehr gut erkennen. Wieder handelt es sich um eine mehrstöckige Tempelpyramide mit mehreren Plattformen. Auf der obersten Ebene befinden sich außerdem zwei sogenannte „Bibliotheken“. Kleine vorgelagerte Gebäude, in denen möglicherweise die Schriften der Khmer aufbewahrt wurden, wobei man sich heute bzgl. deren Funktion nicht mehr einig weiterlesen… “Weitere Tempel in Angkor”


  • Der Ta Prohm Tempel wurde, genauso wie das Bayon, unter der Regentschaft von König Jayavarman VII erbaut. Als die Anlage Anfang des 13. Jahrhunderts fertiggestellt wurde, sollten mehr als zehntausend Mönche dort gelebt haben. Genauso wie die anderen Ruinen von Angkor war auch der Tempel umgeben von einer Siedlung aus Holzhäusern, die in dem tropischen Klima längst verrottet sind. Selbst die mächtigsten Fürsten des Khmer-Reichs lebten in Häusern aus Holz, da Steinbauten allein den Göttern vorbehalten war.

    Als unter der französischen Kolonialherrschaft die ersten Ausgrabungen in Angkor begannen, stellte man sich die Frage, inwiefern man die Tempel restaurieren sollte oder weiterlesen… “Der Ta Prohm Tempel”


  • Die Tempelanlage von Bayon liegt nördlich von Angkor Wat und ist für ihre imposanten Türme mit meterhohen eingemeißelten Gesichtern berühmt. Wem dieses friedlich dreinblickende Gesicht gehört, ist bis heute Gegenstand wissenschaftlicher Debatten.

    König Jayavarman VII ließ den Tempel um das Jahr 1200 herum erbauen. Man geht daher davon aus, dass die Gesichter seine Züge tragen. Man weiß aber auch, dass die Gesichter entweder Brahma darstellen sollen. Dafür spricht, dass es meistens vier Gesichter an einem Turm gibt und Brahma oft als viergesichtig dargestellt wird. Andererseits gibt es aber auch Stimmen, die behaupten, dass das Gesicht dem Bodhisattva Lokeshvara gehört (auch weiterlesen… “Die Tempelanlage von Bayon”


  • Angkor Wat ist der größte Tempel der Welt. Der Gottheit Vishnu gewidmet, liegt der Tempelkomplex im Zentrum der zerfallenen Hauptstadt des untergegangenen Khmer-Reichs. Schon ein kurzer Blick auf Google Maps genügt, um den symmetrischen Aufbau der Anlage zu erkennen, genauso wie deren Orientierung an den Himmelsrichtungen.

    Angkor Wat hat eine rechteckige Grundstruktur und wird umgeben von einer 1,5km x 1,3km langen Mauer sowie einem 190m breiten Graben. Auf zwei Brücken im Osten und Westen gelangt man in das Heiligtum, wobei die Aufnahme hier (Bild 1 und 2) vom sehr viel prachtvollerem Osttor stammt. Außerdem bekommt man hier zwei Nagas, Schlangenwesen weiterlesen… “Angkor Wat”


  • Angkor war die Hauptstadt des Khmer-Reichs, das zwischen dem 9. und dem 15. Jahrhundert weite Teile Südostasiens beherrschte. In ihrer Blütephase war die Stadt vermutlich das Zuhause von über einer Million Menschen. Bis in das zwölfte Jahrhundert hinein war der Hinduismus die dominante Religion des Reichs, erst dann konnte sich der Buddhismus allmählich durchsetzen. Die Menschen müssen jedoch sehr gläubig gewesen sein, denn allein bis heute wurden schon über 1000 Heiligtümer und Tempelanlagen auf dem Stadtgelände ausgegraben. Dabei waren die indischen Gottheiten Vishnu, der Bewahrer und Shiva, der Zerstörer, besonders wichtig. Der dritten im Bunde der „hinduistischen Trinität“ ist weiterlesen… “Das Angkor Museum”


  • Die jüngere Geschichte Kambodschas ist stark von Gewalt und politischen Umbrüchen geprägt. Von der französischen Kolonialherrschaft, hin zum Opfer des Vietnamkriegs, dann die Machtübernahme durch die Roten Khmer und Völkermord. Schließlich die Invasion Vietnams und ein Bürgerkrieg. 1997 stirbt Pol Pot unter ungeklärten Umständen und erst seitdem herrscht relative Ruhe. Diese Geschichte spiegelt sich auch im Stadtbild von Siem Reap wider.

    Das kambodschanisch-vietnamesische Kriegsdenkmal im Herzen von Siem Reap gedenkt den gefallenen Soldaten aus Kambodscha und Vietnam, die gemeinsam gegen das Pol Pot Regime kämpften. Nachdem die Khmer Rouge auf grausame Art und Weise ab 1975 ihr eigenes Volk dezimierten, weiterlesen… “Das kambodschanisch-vietnamesische Kriegsdenkmal”


  • Der japanische Farbholzschnitt kennt zwar viele Stilrichtung, ist aber besonders im Kontext des Ukiyo-e (jap. 浮世絵), auf Deutsch „Bilder der fließenden Welt“, bekannt. Diese bilden den Alltag der Menschen ab, ihre kulturellen Feierlichkeiten sowie ihr Lebensumfeld. Eben das vergänglich-flüchtige Schöne. Bei einem Farbholzschnitt wird das Bild zunächst in verschiedenen Ebenen in eine Holzplatte geschnitzt. Die sogenannten Holzschneider verwenden extrem feine Messer, um die dünnen Linien für Hände, Frisuren und Gesichter eingravieren zu können. Meist hatte man acht solcher Druckplatten, die mit verschiedenen Farben angepinselt wurden und die, nacheinander eingesetzt, das fertige Bild ergaben.

    Bekannte Beispiele dafür sind Hiroshiges Bild „Regenschauer weiterlesen… “Ukiyo-e (jap. 浮世絵)”


  • Mit diesem Buch werden wir Zeuge der Selbstbekenntnisse eines alternden und verrenteten Künstlers, der sich im japanischen Kaiserreich einen Namen als Propagandamaler gemacht hat und nach Kriegsende seine politischen Verstrickungen reflektiert. Die Geschichte kennt keinen allwissenden, auktorialen Erzähler, der den Leser über die Sachlage aufklären könnte, stattdessen blicken wir durch die Augen der fiktionalen Hauptfigur Masuji Ono auf das Japan der späten 40iger und frühen 50iger.

    Masuji Ono gelingt es anfangs nur schwer zu begreifen, dass er, der einstmals angesehene, berühmte Maler jetzt zu einer persona non grata geworden ist. Während sich die Mitmenschen ihm gegenüber noch höflich, aber zurückhaltend weiterlesen… “Kazuo Ishiguro- An Artist of the Floating World”