• Der Beinsteiner Torturm befindet sich am historischen Stadtrand von Waiblingen. Eine Brücke führt an dieser Stelle über die Rems und von einer kleinen dort angebrachten Plakette erfahren wir, dass bis 1934 der gesamte Verkehr von Schwäbisch Hall nach Stuttgart durch das schmale, mittelalterliche Stadttor geleitet wurde. 1491 auf einem quadratischen Grundriss errichtet, ist der Turm mit seinen 37,3m Höhe auch heute noch ein imposantes Wahrzeichen der Stadt. Auf der Flussseite befindet sich über dem Tor das Wappen von Herzog Eberhard im Bart von Württemberg (1459-1496) sowie eine sehr viel später entstandene Abbildung einer mittelalterlichen Schlacht aus der Nazizeit (1938).

    In weiterlesen… “Eindrücke von Waiblingen”

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  • In einem Nachruf auf den Klangvisionär Joachim Ernst Berendt schreibt „Die Zeit“, dass Berendt nach dem Zweiten Weltkrieg den Jazz nach Deutschland gebracht habe. Er leitete über vier Jahrzehnte von 1947-1987 die Jazzrektion des Südwestrundfunks und brachte in den 50igern „Das Jazzbuch“ heraus, welches das damalige Verständnis der Deutschen für diese Musikrichtung stark prägte. Gleichzeitig reist er häufig nach Indien, beginnt Weltmusik zu produzieren und beschäftigte sich viel mit Harmonie, Schwingungen und deren physikalische Ursprünge und mentale Bedeutungen. So entstand 1983 sein berühmtestes Werk „Nada Brahma- Die Welt ist Klang“. Noch heute kann man sich die begleitende Radiosendung auf Youtube weiterlesen… “Nada Brahma- Alles ist Klang”


  • Das Tate Modern war ursprünglich ein Ölkraftwerk entlang der Themse. Bis heute hat sich das Museum für moderne Kunst diesen industriellen Charme erhalten und bietet so die perfekte Kulisse für die asketische Kunst von Alberto Giacometti, mit seinen dürren Körpern und entstellten Gesichtern.

    Hier in London wurden Joseph Beuys Kunstwerke noch nicht weggeputzt, auch wenn die lose Ansammlung verschmutzter Gegenstände befürchten lässt, dass das nicht mehr lange so bleibt. Das Museum beherbergt viele Klassiker, wie z.B. die Marilyn Monroe Abdrucke von Andy Warhol oder die Skulptur „Das Symbol“ des italienischen Futuristen Umberto Boccioni, welches auch auf dem italienischen 20 Cent weiterlesen… “Das Tate Modern”


  • Als das British Museum 1753 gegründet wurde, war es das erste öffentliche Museum der Welt. Im Laufe der letzten Jahrhunderte wurden unter diesem Dach unglaubliche Schätze angesammelt, sodass das Museum auch heute noch zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeit Großbritanniens zählt. Ursprünglich umfasste das British Museum noch zahlreiche weitere Sammlungen, die aber nach und nach separat aufbewahrt wurden. So ist das Naturkundemuseum seit 1963 unabhängig und die British Library eröffnete 1973 ihre Pforten.
    Das 1848 erbaute klassizistische Museumsgebäude besitzt einen zentralen Lesesaal mit einer auffälligen Kuppel. Hier soll Karl Marx über Jahre hinweg an seinem Hauptwerk „Das Kapital“ geschrieben haben. Der umliegende weiterlesen… “Das British Museum”


  • Nachdem ich im Sommer in Hong Kong die Gelegenheit hatte, einen klassischen „Royal Afternoon Tea“ zu genießen, dachte ich, ist jetzt die Zeit für ein modernes Upgrade. Im Georgian House Hotel wird von 17:00-19:00 Uhr ein „Wizzard Afternoon Tea“ angeboten mit Gebäck auf dreistöckiger Etagere. Gurkensandwiches, bei denen aus Rücksicht auf die Kauleistung des Kunden, die harte Toastbrotrinde entfernt wurde. Scones mit Cream und Marmelade. Anschließend noch Pralinen zum Nachtisch und dabei so viel Tee wie man trinken kann.

    Zum krönenden Abschluss des Abends gab es zwei magische Cocktails, bei denen die spirituellen Kräfte in Form von wabernden Trockeneisdampf zum weiterlesen… “Royal Afternoon Tea in London”

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  • Geht man in touristischer Mission nach London, darf ein Besuch des „London Dungeons“ nicht fehlen. Auf interaktive Weise bekommt man die vielfältigen Foltermethoden des Empire nähergebracht und schlüpft in die Rolle eines Straßenkriminellen aus dem 19. Jahrhundert auf dem Weg zur Verurteilung. Auch Jack, The Ripper, der im Jahr 1888 sein Unwesen in London trieb, hat einen kurzen Auftritt.

    Hat man das überlebt, kann einen auch das britische Frühstück nicht mehr schockieren. Ebenfalls am Südufer der Themse, neben dem „London Dungeon“ befindet sich ein weiterer Touri-Hotspot. Nämlich das zweitgrößte Riesenrad Europas, das „London Eye“. Da wir nahezu perfektes Wetter hatten, weiterlesen… “London Dungeon, London Eye und Chinatown”


  • Während des ersten Opiumkriegs (1839-1842) stand der Big Ben noch gar nicht. Zu dieser Zeit wurde der Westminster Palace, den wir als Sitz des britischen Parlaments kennen, gerade erst in verschiedenen Etappen gebaut. Während die britische Krone in Asien ihr Recht verteidigte Drogen an das chinesische Volk zu liefern, wurde der ikonischste aller Paläste Londons gerade erst im neugotischen Stil erbaut.
    Der große Uhrturm, offiziell Elisabeth Tower, wurde dann 1859 fertiggestellt und damit ein Jahr vor dem traurigen Höhepunkt des zweiten Opiumkriegs (1856-1860) in dem der Sommerpalast des chinesischen Kaisers durch britische Truppen und Soldaten anderer Westländer niedergebrannt wurde.
    Obwohl weiterlesen… “Big Ben und Buckigham Palace”

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  • Der Wuyishan (武夷山) bzw. das Wuyi-Gebirge liegt eine ca. dreistündige Zugfahrt von Xiamen entfernt und ist seit jeher für seinen exquisiten Tee berühmt. Noch bevor wir überhaupt in unsere Zimmer kamen, wurde uns im Hotel bereits eine kurze Teezeremonie angeboten. Dann haben wir uns zu dem nahegelegenen Naturschutzpark aufgemacht. Die fantastische Landschaft hat im Laufe der Jahrhunderte viele Gelehrte in den Bann gezogen. So hat sich auch der berühmte Vertreter des Songzeitlichen Neo-Konfuzianismus, Zhu Xi lange Zeit dort aufgehalten. Tatsächlich ist sogar ein Gedicht von ihm überliefert in dem er den Fluss besingt, der durch das Tal des Gebirges führt. weiterlesen… “Wuyishan (武夷山)”

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  • Gleich nach unserer Ankunft in Xiamen, der Hauptstadt der Provinz Fujian, spazierten wir über den malerischen Campus der Universität. Vor dem imposanten Hauptgebäude befand sich ein stimmungsvoll angelegter Teich und darin schwammen fröhlich zwei schwarze Schwäne. Ursprünglich ist der Schwarzschwan in Australien und Neuseeland verbreitet und war daher lange Zeit in Europa komplett unbekannt. Weil man ausschließlich weise Schwäne kannte, stellte die Entdeckung schwarzer Schwäne eine große Überraschung dar. Daher stammt das Bild vom „schwarzen Schwan“ als völlig unerwartetes Ereignis.

    Ein solch unerwartetes Ereignis war wohl der Auftritt Lu Xuns (魯迅) auf der Bühne der chinesischen Literatur. Der Autor des weiterlesen… “Lu Xun in Xiamen”


  • An ihrem 26. Geburtstag im Jahr 1976 wird der jungen Schwarzen Dana Franklin plötzlich schwindlig und mit einem Schlag findet sie sich am Ufer eines Flusses wieder in dem gerade ein rothaariger Junge am Ertrinken ist. Sie rettet den Kleinen, erfährt noch, dass er Rufus heißt und wird geschwind in ihre Wohnung zurückkatapultiert.

    Außerstande diese Sprünge zu kontrollieren, dauert es nicht lange bis sie sich nach einem Schwindelanfall erneut in einer anderen Welt wiederfindet. Dieses Mal steckt der junge Rufus gerade die Vorhänge seines völlig antiquiert wirkenden Kinderzimmers in Brand. Dana löscht die Vorhänge und findet heraus, dass sie in weiterlesen… “Octavia E. Butler- Kindred”