• Joseph Huizinga- Homo Ludens

    In „Homo ludens“ (dt. der spielende Mensch) formuliert Joseph Huizinga 1939 die These, dass der Ursprung der Kultur im zweckfreien, phantasievollen Spiel liegt. Für einen kurzen Moment tun wir so „als-ob“ und tauchen ein in die Sphäre eines Spiels, wo „die Gesetze und Gebräuche des gewöhnlichen Lebens keine Geltung“ (S.21) mehr haben.

    Auch der chinesische Kulturraum wird kurz gestreift, wenn er schreibt: „Nach der altchinesischen Lehre haben Tanz und Musik den Zweck, die Welt im Gleise zu halten und die Natur den Menschen zuliebe zu bezwingen.“ (S.23)
    So wird die fiktive Ordnung des konfuzianischen Rituals der profanen Welt mit ihren weiterlesen… “Joseph Huizinga- Homo Ludens”


  • Gugong

    Der chinesische Begriff „guanxi“ (關係) ist schwer zu übersetzen und beschreibt das persönliche Netzwerk, die eigenen zwischenmenschlichen Beziehungen, aber auch die damit einhergehenden gegenseitigen Verpflichtungen. Der regelmäßige Austausch von Gefälligkeiten aber auch Geschenken gehört auf jeden Fall dazu. Deshalb wird der Begriff heute gerne in die Nähe von Korruption und Vetternwirtschaft gerückt, wenn z.B. bei Bewerbungsgesprächen „guanxi“ mehr zählt als die eigentlichen Leistungen.

    Der Konfuzianismus befürwortete aber immer eine rituelle Ordnung und schätzte sie sehr viel höher als eine Staatsordnung, die rein auf Gesetzen beruht. Das chinesische Wort für Geschenk (liwu 禮物) beinhaltet immer noch das Zeichen li 禮, welches weiterlesen… “Gugong”


  • Edward Rutherford- Das Reich der Mitte

    Um an Geld zu kommen entscheidet sich der Brite John Trader in den blühenden Opiumhandel einzusteigen. Doch bevor er die erste Ladung verkaufen kann, bricht auch schon der erste Opium-Krieg (1839-1842) aus.
    Der konfuzianische Gelehrte Lin Zexu (林則徐) wird entsannt um den Drogenhandel zu stoppen, aber letztendlich war er erfolglos. Eine Statue in New York erinnert noch heute an sein Schicksal.
    Außerdem begleitet man einen Eunuchen bei seiner Arbeit am Hof und erfährt viel über die Kaiserinnenwittwe Cixi (慈禧). So geraten die Charaktere in einen Strudel politischer Wirren, der bis zum Ende der Qing-Dynastie reicht.
    Auch wenn das Buch ein weiterlesen… “Edward Rutherford- Das Reich der Mitte”


  • Geleitwort (xùwén 序文)

    Chinosophie versucht den Brückenschlag zwischen den Weisheitslehren des alten China und den Gedankengebäuden der westlichen Philosophie. Der thematische Umfang ist bewusst weit gewählt und umfasst Übersetzungen antiker Texte, aktuelle Bücher, Brett- und Kartenspiele, sowie politische Betrachtungen und alltägliche Reflexionen.

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