Siem Reap

Siem Reap liegt ca. 5 km südlich von Angkor Wat und ist die erste Anlaufstelle für Ausflüge zu den Tempelanlagen. Mit weniger als einer viertel Million Einwohner und Bauvorgaben, die festlegen, dass kein Gebäude der Stadt höher sein darf als die Turmspitzen von Angkor, macht Siem Reap einen verschlafenen, kleinstädtischen Eindruck. Mit Ausnahme einer Partymeile, der Pub Street, ist eigentlich nicht so viel los, aber ich war auch in der Regenzeit und nicht in der Hauptsaison dort. Andererseits hat die Stadt in puncto buddhistischer Tempel einiges zu bieten.

Da wäre z.B. ein buddhistischer Tempel namens „Wat Preah Prom Rath“ mit seinen, teilweise recht grauenvollen Plastiken. Statuen von Aasgeier, die die Eingeweide der Verstorbenen fressen sowie von halbverhungerter Wandermönche befinden sich gleich am Eingang. Dahinter die Haupthalle mit der vergoldeten Statue des sitzenden Buddhas. Neben dem Tempel selbst befindet sich auch noch ein Kloster und eine Schule auf dem Gelände. Wie auch in den meisten anderen Tempeln in Kambodscha, findet man auch hier Statuen der finster dreinblickenden Naga. Dabei handelt es sich um eine Schlangengottheit aus der indischen Mythologie, die als Wächterin von Brücken, Übergängen, Türen, etc. gilt. Manchmal werden sie als halb menschlich halb Schlange dargestellt, hier aber sehen sie aus wie eine Kobra mit mehreren Köpfen. Obwohl die Gottheit indischen Ursprungs ist, hat sich ihre Anbetung in ganz Südostasien verbreitet.