Seoul- Nationalmuseum

Eine der Hauptattraktionen des Nationalmuseums in Seoul ist der kontemplativ, nachdenklich, in sich gekehrte Buddha. Dabei handelt es sich um vergoldete Bronzeskulptur, die mit halbgekreuzten Beinen sitzt und grübelnd die Hand an die Backe anlegt. Der Vergleich zu Rodins Skulptur „Der Denker“ drängt sich geradezu auf.

In einer der Haupthallen befindet sich eine zehnstöckige Pagode aus dem Kloster Gyeongcheonsa, wo sie 1348 errichtet wurde. 1907 wurde sie illegalerweise von einem korrupten japanischen Beamten nach Japan geschmuggelt, aber schon 1918 wieder zurückgegeben. 1960 wurde sie wieder aufgebaut, aber aufgrund des sauren Regens und anderer Umwelteinflüsse begann die Pagode so stark zu verwittern, dass man sich 1995 entschied sie wieder abzubauen und einzulagern. Erst zehn Jahre später, mit der Eröffnung des neuen Nationalmuseums, konnte man die Pagode geschützt in einem Innenraum errichten.

Außerdem gabt es noch eine prächtige Goldkrone zu bestaunen, die aus dem 5. Jahrhundert stammt, als in der Region das Silla Königreich herrschte. Mittlerweile geht man davon aus, dass die Krone einer Königin gehört haben muss, weil sie aus einem Grab stammt, in dem auch typischer Frauenschmuck gefunden wurde.

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