Qi Baishi (齊白石)

Qi Baishi (齊白石) oder wie er hier noch in einer alten Umschrift Ch’i Po-shi geschrieben wird, zählt zu Chinas größten Malern der Moderne. Dabei wurde der kleine Baishi in eine Bauernfamilie hineingeboren und brachte sich das Malen zunächst selbst bei. Erst im fortgeschrittenen Alter reiste er zum ersten Mal durch China, dann ließ er sich in Peking nieder und malte bis zu seinem Tod im hohen Alter von 93 Jahren. Besondere Berühmtheit erlangte er für seine Darstellung von Kleintieren wie z.B. Zikaden, Krebse, Garnelen und Eichhörnchen. Weil seine Kunst auch nie besonders politisch war, blieb er nach der Machtübernahme der Kommunisten verschont und konnte sein Leben unbescholten weiterführen. Er starb 1957, zeitgleich zur Umsetzung des ersten Fünfjahresplans der KPCh.

Das hier abgebildete Buch ist ein Jahr vor dem Tod des Malers, also im Jahr 1956 erschienen. Im Nachwort schreibt Hertha Kunze, dass die Popularität Qi Baishis auch daher rührte, dass er seine Werke günstig verkaufte oder sogar freizügig verschenkte. Er hatte keinerlei Probleme damit seine „oft ebenso fröhlichen wie hintergründigen Holzschnitte als Briefpapiere jedermann für billiges Geld zur Verfügung“ (S. 25) zu stellen.