Kyoto

Für über 500 Jahre, nämlich von 1331 bis 1869, war Kyoto die Hauptstadt Japans und Sitz des Kaiserhauses. Erst mit der Meiji Restauration wird die rapide Modernisierung des Landes eingeleitet und die Hauptstadt nach Tokyo verlegt.

In der Architektur des Kaiserpalasts in Kyoto spiegelt sich das elaborierte Hofzeremoniell einer alten Zeit wider. Direkt neben dem ehemaligen Bediensteteneingang, durch den ich den Palast betrat, befinden sich z.B. die Warteräume für die Audienz mit dem Herrscher. In aufsteigender Wichtigkeit: der Pflaumenblühten-Raum, der Raum des Kranichs und schließlich der Raum des Tigers. Letzterer ist kein in Japan heimisches Tier und galt deshalb als ganz besonders selten und wertvoll.

Im Süden befindet sich das Eingangstor des Kaisers, das mit einem so großen Vordach versehen ist, dass man schon von einem imperialen Carport sprechen kann. Tatsächlich handelt es sich um einen nachträglichen Anbau, der erst 1915 für Kaiser Taisho errichtet wurde, um den Palast leichter zugänglich zu machen für die Kutschen des Tenno.

Viele Räume des Kaiserpalasts in Kyoto werden immer noch für offizielle Veranstaltungen genutzt. Deshalb kann man viele Bereiche leider nicht besichtigen. Dafür wird man aber mit einem Spaziergang durch wunderschön gestaltete Parkanlagen entschädigt.

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