







Der im Jahr 1645 errichtete Sensoji-Tempel gilt als Tokyos ältester und bedeutendster Tempel. Außerdem gehört er zu den beliebtesten Touristenzielen Tokyos und zu den meist besuchten religiösen Stätten der Welt. Dementsprechend voll ist es auch gewesen. Der Tempel geht auf drei Fischer zurück, die im Jahr 628 eine Statue des Buddhas der Barmherzigkeit, Guanyin (jap.: Kannon) in ihrem Netz gefunden haben sollen.
Seitdem hat der Tempel eine wechselhafte Geschichte durchgemacht. Zwar wurde er unter dem Tokugawa Shogunat gefördert, doch brannte er 1642 vollständig ab. Anschließend wurde er neu aufgebaut, aber beim großen Kanto-Erdbeben 1923 wurde er erneut zerstört. Nach dem Wiederaufbau wurde er schließlich im zweiten Weltkrieg zerbombt und zuletzt 1958 neu errichtet, dieses Mal erdbebensicher und mit Stahlbeton.
Nähert man sich dem Sensoji-Tempel so läuft man zunächst durch das Kaminari-mon, das Donnertor, was auch auf der Laterne steht (chin.: leimen 雷門). Diese riesige rote Papierlaterne ist ca. 3,9 m hoch und wiegt ca. 700 kg. Auch hier befinden sich rechts und links zwei mächtige Nio-Statuen! Anschließend folgt eine kleine Einkaufsstraße für allerlei Nippes, die sogenannte Nakamise-dōri. Dann läuft man auf ein weiteres Tor zu, dem Hozo-mon, hinter dem sich ein Brunnen zur Reinigung und einen Schrank für Wahrsagersprüche befindet. Erst zum Schluss erreicht man die Haupthalle mit der goldenen Guanyin-Statue.

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