



Wie kam ein griechischer Bronzehelm aus der Antike in das Nationalmuseum Seoul und was hat das mit den Nazis zu tun?
Der koreanischen Marathonläufers Kitei Son bzw. Sohn Kee-chung, hat bei den Olympischen Spielen von 1936 in Berlin die Goldmedaille gewonnen und sogar einen neuen Rekord aufgestellt. Jedoch war er gezwungen diese sportliche Höchstleistung unter japanischer Flagge zu erbringen, weil Korea zu diesem Zeitpunkt von Japan besetzt war. Das stellte für die koreanischen Tageszeitungen eine solche Demütigung dar, dass sie die Flagge auf dem Trikot von Sohn Kee-chung schlichtweg herausretuschierten. Bild 3 ist hier die Originalaufnahme und Bild 4 die in Korea abgedruckte Version.
Der Gewinner des Marathons sollte einen korinthischen Helm aus dem 8. Jahrhundert v.Chr. überreicht bekommen. Das NS-Regime war von dem asiatischen Läufer aber alles andere als begeistert. Im letzten Moment entschied man sich den Helm Sohn Kee-chung doch nicht auszuhändigen. Es dauerte weitere 50 Jahre, in denen der Helm in einem Berliner Museum gelagert wurde, bevor das Versprechen endlich erfüllt wurde. 1986 erhielt Sohn Kee-chung den antiken Bronzehelm und spendete ihn dem Nationalmuseum von Korea.
