





Der Name des Kiyomizu-dera Temples (chin. Qingshuisi 清水寺, Tempel des klaren Wassers) verweist auf eine heilige Quelle, um die die buddhistischen Gebetshallen herum entstanden sind. Bereits sehr früh, im Jahr 778 wurde der Tempel errichtet und ist heute vor allem deshalb berühmt, weil er über eine große Terrasse verfügt, die auf gigantischen Stelzen gebaut wurde. Heute handelt es sich um eine der größten Touristenattraktionen und ist dementsprechend überfüllt.
In der Edo-Zeit (1603-1868) glaubte man noch, dass ein Wunsch in Erfüllung gehen würden, wenn man einen Sprung von dieser Terrasse überlebt. Da sie „nur“ 13m hoch gelang das auch den meisten waghalsigen Springern. Von den 234 dokumentierten Fällen überlebten 85,4%. Wendet man sich von der Terrasse nach rechts und steigt den Berg hinab, so gelangt man zu der Quelle, die dem Tempel seinen ursprünglichen Namen verlieh. Heute gibt es dort eine Dachkonstruktion, über die das Wasser in drei kleinen Wasserfällen in einen Teich hinabstürzt. Ganz gemütlich kann man sich unter jenes Dach stellen und mit Hilfe eines Metallöffels, der über einen ewig langen Griff verfügt, das heilige Wasser auffangen und trinken.
Der Tempel wurde Buddha Guanyin, oder wie man in Japan sagt, Kannon, gewidmet. Ihre 42-armige Statue gehört daher zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, darf aber gleichzeitig auch nicht fotografiert werden. Deshalb stammt die Aufnahme hier aus einem Buch.

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