Das Tate Modern

Das Tate Modern war ursprünglich ein Ölkraftwerk entlang der Themse. Bis heute hat sich das Museum für moderne Kunst diesen industriellen Charme erhalten und bietet so die perfekte Kulisse für die asketische Kunst von Alberto Giacometti, mit seinen dürren Körpern und entstellten Gesichtern.

Hier in London wurden Joseph Beuys Kunstwerke noch nicht weggeputzt, auch wenn die lose Ansammlung verschmutzter Gegenstände befürchten lässt, dass das nicht mehr lange so bleibt. Das Museum beherbergt viele Klassiker, wie z.B. die Marilyn Monroe Abdrucke von Andy Warhol oder die Skulptur „Das Symbol“ des italienischen Futuristen Umberto Boccioni, welches auch auf dem italienischen 20 Cent Stück abgebildet ist. Natürlich gab es aber auch viel zu viele neue Eindrücke und spannende Künstler, von denen ich noch nie gehört habe. So waren die Anti-Kriegsbilder von Kikuji Yamashita sehr verstörend, genauso wie die Selbstportraits von Christian Schad.

Am Eingang des Museums, der riesigen Turbinenhalle des einstigen Kraftwerks, hängen Tierfelle an einer Lichterkette aufgereiht bis unter das Dach. Die gähnende Leere der Halle wird durch die spärliche Beleuchtung noch unterstrichen. Mit Ausnahme der Tierfelllichterkette ist alles so dunkel, dass man die Decke kaum wahrnimmt. Eine wirklich grandiose Kombination aus Kunst und Architektur.