

Bruce Lee erreichte nie mein heutiges Alter. Bereits mit 32 Jahren starb er unter bisher ungeklärten Umständen.
Er wurde 1940 geboren, und begann mit 13 seinen Kampfkunstunterricht bei dem Wing Chun Meister Yip Man. Mit 18 emigrierte er in die USA und studierte an der University of Washington in Seattle, während er abends als Kellner in einem Chinarestaurant arbeitete. Schließlich eröffnete er neben dem Campus sein erstes eigenes Kung Fu Dojo.
Nachdem er in einigen kleineren Rollen als Nebendarsteller auftrat, gelang ihm mit „Die Todesfaust des Cheng Li“ (engl. „Fists of Fury“ bzw. „The Big Boss“) der Durchbruch. Zu dem Zeitpunkt war er gerade 30 Jahre alt. Es sollte der erste von vier (fertiggestellten) Martial Arts Filmen werden, die seinen weltweiten Ruhm begründeten. Ein Jahr später folgen die „Todesgrüße aus Shanghai“, dann noch im selben Jahr „Die Todeskralle schlägt wieder zu“ und schließlich sein letzter Film „Der Mann mit der Todeskralle“ (engl. „Enter the Dragon“).
1973 starb Bruce Lee. Grund dafür war wahrscheinlich eine Hirnschwellung, aber deren Ursache wird bis heute debattiert. Einerseits vermutet man eine allergische Reaktion auf Aspirin, andererseits könnte auch Steroidmissbrauch im Spiel gewesen sein.
Im Jahr 2005, an dem Tag, an dem Bruce Lee theoretisch seinen 65 Geburtstag gefeiert hätte, wurde seine Statue an der „Avenue of Stars“ entlang der Uferpromenade Tsim Sha Tsui in Hong Kong eingeweiht.
Bis heute ist er im kulturellen Gedächtnis gespeichert als der King of Kung Fu, und dass, obwohl meine Eltern gerade mal 12 Jahre alt waren, als er starb. Es ist immer faszinierend und auch ein wenig verstörend von Menschen zu erfahren, die in einem so kurzen Leben bereits solche Berühmtheit erlangten und dann noch viele Jahre nach ihrem Tod einflussreich sind. Aber tauschen wollte ich nicht.

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