





Der Wuyishan (武夷山) bzw. das Wuyi-Gebirge liegt eine ca. dreistündige Zugfahrt von Xiamen entfernt und ist seit jeher für seinen exquisiten Tee berühmt. Noch bevor wir überhaupt in unsere Zimmer kamen, wurde uns im Hotel bereits eine kurze Teezeremonie angeboten. Dann haben wir uns zu dem nahegelegenen Naturschutzpark aufgemacht. Die fantastische Landschaft hat im Laufe der Jahrhunderte viele Gelehrte in den Bann gezogen. So hat sich auch der berühmte Vertreter des Songzeitlichen Neo-Konfuzianismus, Zhu Xi lange Zeit dort aufgehalten. Tatsächlich ist sogar ein Gedicht von ihm überliefert in dem er den Fluss besingt, der durch das Tal des Gebirges führt. Er hat neun Biegungen, fließt manchmal ganz gemächlich dahin und wird an anderer Stelle zu einem unruhigen, spritzenden Gewässer. Zhu Xi sah darin eine Metapher für die Wechselfälle des Lebens.
Wenn man sich schon mal in einem so berühmten Teeanbaugebiet befindet, muss man sich die Pflänzchen natürlich auch mal aus der Nähe anschauen. Bei einer Führung durch eine Teefabrik mitsamt kleinem botanischem Garten dahinter, erfuhren wir viel über den Anbau, Fermentation und Zubereitung des Tees.
