Die Demilitarisierte Zone (DMZ)

Korea war bis 1945 von Japan besetzt. Nach dem 2. Weltkrieg wurden zwei Besatzungszonen eingerichtet, deren Grenze am 38. Breitengrad verlief. Der Norden wurde von der Sowjetunion und China unterstützt, der Süden von den USA. Der Koreakrieg (1950–1953) begann mit einem Überfall aus dem Norden als der Großvater des heutigen Machthabers Kim Jong-un versuchte das Land gewaltsam wiederzuvereinigen. Zeitweilig wurde die Hauptstadt Südkoreas besetzt und die Kommunisten schienen dem Sieg zum Greifen nah, dann wurden sie wieder hinter den 38. Breitengrad zurückgedrängt. Letztendlich handelte es sich um einen verlustreichen Krieg, ohne klaren Sieger.

Bis heute gibt es keinen Friedensvertrag, jedoch wurde 1953 ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet. Bestandteil davon, war die Errichtung einer ca. 4km breiten, demilitarisierten Zone als Puffer zwischen den Ländern, um militärische Konfrontationen zu vermeiden. Bis heute ist die Demilitarisierte Zone (DMZ) eine der am stärksten bewachten Grenzen der Welt.

Trotzdem kann man touristische Ausflüge in die Zone buchen. Früh am Morgen trifft man sich an einem Busbahnhof in Seoul und innerhalb ca. einer Stunde befindet man sich auch schon an der DMZ. Man wird aufgefordert seinen Pass bereitzuhalten, damit die Soldaten, die den Bus und die Passagiere kontrollieren schnell ihre Arbeit verrichten können. Dann geht es weiter zu einer Aussichtsplattform, von der aus man mit Ferngläsern das Nachbarland betrachten kann. Mit bloßem Auge ist der sechsthöchste Flaggenmast der Welt zu erkennen, an dem eine ca. 270kg schwere Flagge Nordkoreas weht. Hier war es leider, wie auch an vielen anderen Stellen, verboten Fotos zu schießen.

Keine derartige Einschränkung gab es an der Schlucht, über die heute die längste Hängeseilbrücke des Landes gespannt ist. Dort gelang es britischen und südkoreanischen Truppen die nordkoreanische Armee drei Tage lang zurückzuhalten. Deshalb heißt sie heute “Gloucester Heroes Bridge”, benannt nach dem Bataillon der britischen Armee. Noch heute lassen sich die Befestigungsanlagen, in einem kleinen Waldgebiet entlang der Schlucht, besichtigen.

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